Die PKK besteht zur Hälfte aus Kindern!

Ein Bericht des U.S. Department of State, der sich mit dem Thema Kindersoldaten befasst, hat auch die Zusammensetzung der PKK näher untersucht. Dabei treten erschreckende Zahlen zutage: 38 Prozent der Mitglieder der Terrororganisation sind noch nicht einmal 18 Jahre alt.

Nach Angaben eines Menschenrechtsberichts des US-Außenministeriums würde der Arm der PKK, der sich noch immer in den Bergen aufhalte, auch weiterhin Kinder der Organisation zuführen. Die Folge: Derzeit seien dort fast die Hälfte der PKK-Anhänger unter 18 Jahre. Das berichtet derzeit die türkische Zeitung „Sabah“.

Zahl der betroffenen Zivilisten seit 2010 gestiegen

Der Report aus dem Jahr 2011 stellte zudem fest, dass sich die Zahl der Toten und Verletzten durch die Sicherheitskräfte im Kampf gegen den Terrorismus im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt habe. Ebenfalls seit 2010 gestiegen sei die Zahl der getöteten und verwundeten Zivilisten. Berichte von türkischen Sicherheitskräften (Militär, Polizei und Gendarmerie) zeigten außerdem auf, dass in den ersten zehn Monaten des Jahres 31 Zivilisten getötet und 53 im Kampf gegen den Terrorismus verletzt wurden. Darüber hinaus wurden in den ersten zehn Monaten des Jahres 220 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet und 475 verwundet. Auf der anderen Seite gab es 303 getötete und fünf Terroristen. Noch immer werde der Kampf vor allem in der Südosttürkei ausgetragen (in Diyarbakır gibt es für Kinder das Unterrichtsfach „Waffenkunde“ – mehr hier).

In der Rubrik des US-Berichts mit dem Titel „Child Militants“, deren Informationen auf wissenschaftlicher Forschung beruhen, heißt es: „Die PKK brachte regelmäßig Kinder in die Terrororganisation. Achtunddreißig Prozent der PKK-Mitglieder sind unter 18 Jahre.“ Darin erwähnt ist auch der Umstand, dass das Europäische Komitee zur Verhütung von Folter (CPT) dem inhaftierten PKK-Führer Abdullah Öcalan im Januar 2010 einen Besuch in İmralı abgestattet hat. Der CPT stellte fest, dass sich seine Haftbedingungen seit 2008 verbessert und er seine Familie und Anwälte zuletzt im Juli gesehen hätte.

Neue Fälle von Kindesentführungen: Eltern erstatten Anzeige

Erst Anfang Dezember 2011 wurden erneute Fälle von Kindesentführungen bekannt. Damals hatten sich besorgte Eltern bei den hieisigen Sicherheitsbehörden gemeldet, um diese über das Verschwinden ihrer Kinder zu informieren. Die Familien gingen davon aus, dass ihre Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren von PKK-Terroristen entführt wurden, um sie anschließend zu Kindersoldaten auszubilden. Das Geschehen vor gut einem halben Jahr wurde auch von den deutschen Medien verfolgt. Tatsächlich, so erklärten Zeugen, würden die Kinder in PKK-Lagern im Nordirak festgehalten. die Behörden von Cukurca hätten die Ermittlungen aufgenommen, nachdem Anzeigen von fünf Familienangehörigen eingegangen seien (die USA unterstützen den Kampf gegen die PKK mit Waffen – mehr hier).

Schnell stellte sich heraus, dass ein PKK-Führer mit dem Codenamen „Hebat“ ganze 1.000 US-Dollar pro entführtem Kind an den Überbringer bezahlt hatte. Derartige Vorkommnisse gibt es allerdings nicht nur in der Türkei. Auch in Europa werden Kinder von der Terrororganisation verschleppt (in Hamburg kaperte die PKK Ende April kurzzeitig die Fähre „Elbmeile“ – mehr hier).

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