Sicherheistrat der Vereinten Nationen verurteilt Massaker in Syrien scharf

Bei einer Krisensitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen wurde das Massaker in Hula bei dem 108 Menschen den Tod fanden scharf verurteilt. Das Massaker hatte weltweit für Entsetzen gesorgt.

Nachdem am Freitag in der Stadt Hula nach einem Angriff der syrischen Armee 108 Menschen gestorben sind, folgte am Sonntag nach Angaben der Nachrichten Agentur Reuters und Anadolu Ajans, der nächste Angriff in der Stadt Hama. Der Angriff, der immer noch andauert, forderte bis jetzt mindestens 50 Tote. Unter den Opfern sind wieder zahlreiche Zivilisten, Frauen und Kinder, das meldet die Anadolu Ajans (zuvor kam es erneut zu einer Massenflucht in die Türkei – mehr hier).

Laut UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gehe aus einem Bericht hervor, dass schwere Waffen auf ein Wohngebiet in Hula eingesetzt wurden und dass die Rebellen nicht über
derartige Waffen verfügen. Doch wurden bei einzelnen Toten auch Schusswunden nachgewiesen. Diese könnten auf Attacken von Soldaten, aber auch von Rebellen hindeuten, so Ban Ki Moon. Das wiederspricht der Stellungnahme der syrischen Führung indirekt, die die Schuld bestreitet und behauptet, dahinter steckten syrische Rebellen, die mit Panzerabwehrraketen und Mörsern ausgestattet seien.

Syrien: Internationale Gemeinschaft darf nicht länger zusehen

Westliche und arabische Staaten verurteilten das Massaker und machen Syrien dafür verantwortlich. Auch das türksiche Außenministerium veröffentlichte eine Erklärung
und verurteilte das Massaker auf das schärfste (Syrien fühlt sich von der Türkei provoziert – mehr hier). „Ungeachtet ob Kinder, Frauen oder alte Menschen und nur mit der Absicht das Volk bestrafen zu wollen ist es ein Zeichen für die Grausamkeit und Ungerechtigkeit der syrischen Regierung“ hieß es in der Erklärung unter anderem.

Das türkische Außenministerium wies zudem darauf hin, dass Syrien den von Kofi Annan vorgelegten Friedensplan nicht einhält und Verpflichtungen gegenüber den Beschlüssen der UN ignoriert. Die internationale Gemeinschaft sollte nicht weiter bei Massakern wie in Hule nur zusehen und sollte zeigen, dass die Geduld nicht unendlich ist, wenn Syrien die Friedenspläne weiterhin ignoriert, hieß es weiter.

Die Unruhen in Syrien gegen das Assad Regime forderten bislang gut 10.000
Menschenleben. Auch der von der UN ausgearbeitete Friedensplan konnte die Gewalt nicht stoppen.

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