Unruhen in Syrien: Türkische Geschäftsfrau getötet

Eine 63-jährige türkische Staatsbürgerin wurde am vergangenen Montag in der nord-syrischen Stadt Aleppo erschossen. Sie ist nunmehr das sechste türkische Todesopfer seit Beginn der Aufstände im vergangenen Jahr.

Aliye Taş, die eigentlich aus der südtürkischen Provinz Kilis stammt und geschäftlich in Aleppo zu tun hatte, war mit dem Auto im Distrikt Azez unterwegs als sie in ein Feuergefecht zwischen regimetreuen Truppen und Kämpfern der Opposition geriet. Ihr Leichnam wurde mittlerweile in die Leichenhalle des staatlichen Krankenhauses von Kilis überstellt. Anschließend wurde im forensischen Institut von Adana eine Autopsie durchgeführt.

Vor allem türkische Lkw-Fahrer unter den Opfern

Die ersten türkischen Todesopfer in den immer blutiger werdenden Unruhen in Syrien gab es bereits im März 2011 zu beklagen. Damals starben gleich drei türkische Lkw-Fahrer. Der 45-jährige Suphi Ezer zog sich in Syrien ernsthafte Verletzungen zu und verstarb später in einem Krankenhaus in Gaziantep, einer Stadt nahe der syrischen Grenze. Ein weiterer türkischer Fahrer, der dreifache Vater Mustafa Üçtaş, wurde Mitte März in  Idlib erschossen. Der Dritte im Bunde war Hasan Koçak. Er verstarb am 15. März auf seinem Weg durch Syrien (im vergangenen August wurde dann auch eine Reisewarnung für türkische Bürger herausgegeben, im gleichen Monat starb ein weiterer Lkw-Fahrer – mehr hier).

Im Dezember vergangenen Jahres wurde Münir Dural in Syrien getötet, als er auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle in Saudi-Arabien war. Als er die syrische Grenze passierte, wurde sein Fahrzeug beschlagnahmt. Gerade als man das Auto durchsuchte, geriet er in ein Feuergefecht – mit für ihn tödlichen Ausgang. Kurz zuvor wurden drei Busse mit türkischen Pilgern an einem syrischen Checkpoint attackiert, die auf dem Rückweg von Saudi-Arabien waren. In Folge des Angriffs wurden zwei Insassen verwundet.

Last but not least: Erst vor kurzem kamen zwei in Syrien entführte türkische Journalisten wieder frei. Zwei Monate lang galten sie als vermisst (Bei einer Krisensitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen wurde das jüngste Massaker in Hula bei dem 108 Menschen den Tod fanden scharf verurteilt – mehr hier).

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