Ayhan Sefer Üstün: Abtreibung sollte verboten werden!

In der Diskussion um die Aussagen des türkischem Premier Recep Tayyip Erdogan hat sich nun auch der Präsident der Parlamentarischen Kommission für Menschenrechte, Ayhan Sefer Üstün, eingemischt. Er ergreift Partei für Erdogan und erklärt, dass er ebenfalls gegen Kaiserschnitte und Abtreibungen ist.

Ein freiwilliger Abbruch ist eine Grundfreiheit! Erdogan sollte vorsichtiger bei solch sensiblen Themen sein! Der Wind, der dem türkischen Premier nach seinen umstrittenen Aussagen zu den Themen Kaiserschnitt-Geburten und Abtreibung entgegenschlug, war mehr als rau (auch Mediziner äußerten sich dazu, wenn auch weit vorsichtiger – mehr hier).

Üstün: Alle Interventionen im Mutterleib verbieten

Jetzt erhält er jedoch Unterstützung von Ayhan Sefer Üstün. Er stellte fest, dass „Abtreibung ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist. Abtreibung nimmt einem Kind das Recht auf Leben bevor sie geboren werden.“ Der Präsident der Parlamentarischen Kommission für Menschenrechte belässt es, wie die türkische Zeitung „Sabah“ berichtet, allerdings nicht nur bei einer Meinung. Er fordert in der Konsequenz: Alle Interventionen gegen ein menschliches Leben, das sich noch im Mutterleib befindet, müssen verboten werden.

Für Üstün steht fest: „Die Vorstellung, dass das Leben nach wenigen Monaten beginnt, ist eine große Täuschung. Wir müssen die Gesellschaft von diesem Irrglauben befreien. Eine Abtreibung kann aus einer Vielzahl von Perspektiven beurteilt werden. Sie stellt auch eine Gefahr für das Leben der Mutter dar. Daher darf Abtreibung nicht zulässig sein.“

Türkische Ärztekammer: Abtreibung ist ein Recht der Frau

Die türkische Ärztekammer (TTB) veröffentlichte erst kürzlich eine Erklärung, in der Abtreibung als ein integraler Bestandteil des Rechts der Frau über ihren eigenen Körper und auch ihre Fruchtbarkeit zu bestimmen angesehen wird. Darin heißt es weiter: „Wir sind besorgt darüber, dass das Recht auf Abtreibung untersagt werden könnte. Kaiserschnitte auf der anderen Seite sind eine Geburtsmethode. Für welche Variante sich entschieden wird, wird allein von den gesundheitlichen Aspekten von Mutter und Kind abhängig gemacht. Staatliche Eingriffe wären aussichtslos.“ (Erdogan forderte einen sensibleren Umgang mit diesen Themen – mehr hier)

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