UEFA schließt Beşiktaş von europäischen Wettbewerben aus

Ein Schock für die Türkei: Der Spitzenverein Beşiktaş darf nicht an europäischen Wettbewerben teilnehmen, das entschied die UEFA am Mittwoch. Grund sind die hohen Schulden des Vereins. Bursaspor und Gaziantepspor sind ebenfalls betroffen.

Der türkische Spitzenklub wird für ein ganzes Jahr von allen UEFA-Spielen ausgeschlossen. „Ein Schock“ titeln die türkischen Zeitungen am Mittwoch. Neben Beşiktaş wurde auch den Vereinen Bursaspor und Gaziantepspor eine Ein-Jahres-Sperre erteilt. Doch besonders für Beşiktaş hat die UEFA-Entscheidung enorme Folgen. Der Klub qualifiziert sich regelmäßig für die UEFA-Wettbewerbe. Grund für die harte Strafe ist die finanzielle Situation des Vereins (die türkischen Vereine haben Schulen in Millionenhöhe – mehr hier). Die UEFA hatte festgestellt, dass die betroffenen Vereine Schulden bei Spielern haben. Hinzu kommt nun noch eine Geldstrafe von 200.000 Euro.

Die Vereine halten die Entscheidung für überzogen. „Ich bin bestürzt über die Entscheidung. Ich bin schockiert“, erklärt der Beşiktaş-Vorsitzende Fikret Orman. „Wir hatten versprochen die finanziellen Probleme zu lösen“, sagt er. Erst vor einigen Wochen hatte man entschieden, Beşiktaş müsse eine Geldbuße in Höhe von 500.000 Euro zahlen und der Verein solle die Schulden innerhalb von fünf Jahren ausgleichen, ansonsten wäre die Folge automatisch eine Zwei-Jahres-Sperre. Das neue Urteil, wonach die Vereine schon jetzt nicht mehr teilnehmen dürfen, kommt daher mehr als überraschend (schon der Fußball-Manipulation führte in der Türkei zu mehreren Sperren einzelner Akteure – mehr hier). Sowohl Beşiktaş als auch Bursaspor wollen beim Internationalen Sportgerichtshof gegen das Urteil der UEFA vorgehen.

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