Wegen Streik: Turkish Airlines wirft 150 Angestellte hinaus

Der Streik einiger Hundert Turkish Airlines Mitarbeiter am vergangenen Dienstag hat nun Konsequenzen nach sich gezogen. Die Fluggesellschaft, die am Vortag 128 Flüge streichen musste, hat 150 Arbeitnehmer entlassen.

Der Streik, zu dem die türkische Luftverkehrsgewerkschaft Hava-İş aufgerufen hatte, führte vor allem am Istanbuler Atatürk Flughafen zu Chaos. Die Protestierenden wollten damit ihren Unmut gegen einen Gesetzesvorschlag zum Ausdruck bringen, der ihnen künftig jedes Recht auf einen Streik verwehren würde.

Der Vorschlag genießt die Unterstützung der Regierung. Die Opposition ist bisher dagegen. Auch in den Augen der Gewerkschaft ist der Entwurf ein Schlag “gegen die universellen, verfassungsrechtlichen, und grundlegendsten Rechte der Arbeitnehmer”.

Die Auswirkungen des Streiks bekam die Turkish Airlines, die das Vorgehen der Mitarbeiter als illegal bezeichnete, hautnah zu spüren (auch der türkische Wirtschaftsminister äußerte sich kritisch – mehr hier). Neben 128 Streichungen, hatte die Fluggesellschaft mit vielen Verspätungen zu kämpfen. Einige Passagiere warteten gar einen halben Tag darauf endlich einchecken zu können. Andere mussten zwischenzeitlich in einem Hotel untergebracht werden.

Die Mitarbeiter, so heißt es in den türkischen Medien, wurden per SMS über ihre Kündigung informiert. Eine offenbar solche kursiert derzeit im Netz. Darin zu lesen: „Da sie dem unerlaubten Streik-Aufruf der Hava-İş gefolgt sind, obwohl sie daran erinnert wurden, dass das Konsequenzen haben werde, wird Ihr Arbeitsvertrag aufgrund der illegalen Teilnahme am Streik am 29. Mai 2012  (ohne Abfindung) aufgelöst.“

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