„Verbrechen gegen die Menschlichkeit“: Türkei weist syrische Diplomaten aus

Die Türkei schließt sich am Mittwoch der Ausweisungswelle in der westlichen Welt an. Auch die syrischen Diplomaten in der Türkei müssen nun das Land verlassen. Damit reagiert die internationale Gemeinschaft auf das Massaker von Hula, bei dem mehr als hundert Menschen starben.

Als Antwort auf das Massaker von Hula an Zivilisten weist nun auch die Türkei syrische Diplomaten aus. Ab Mittwoch haben diese 72 Stunden Zeit, das Land zu verlassen. Damit folgt die Türkei dem Beispiel vieler anderer Länder. In den vergangenen Tagen mussten syrische Diplomaten aufgrund der Entscheidung der einzelnen Regierungen unter anderem Deutschland, Italien, Spanien, Australien, Großbritannien und die USA verlassen. Allein das syrische Konsulat bleibe in der Türkei weiterhin geöffnet. Hier werde aber auch nur ein Minimum an Mitarbeitern geduldet.

In Hula starben am vergangenen Freitag über hundert Zivilisten, knapp die Hälfte der Getöteten waren Kinder (die UN verurteilte den Angriff scharf – mehr hier). „Es ist nicht möglich in Anbetracht so eines Ereignisses, das ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellt, tatenlos zu bleiben“, erklärte das türkische Außenministerium.

Erdogan sagte, er glaube, dass nun auch die Länder, die bisher auf der Seite Assads gestanden hätten, das nun nicht mehr könnten. Russland erklärte allerdings lediglich, der Angriff des Regimes in Hula sei „kontraproduktiv“. Das Außenministerium hält weiterhin einen militärischen Eingriff in Syrien für „verfrüht“.

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