Bodrum: 83 Touristen wegen Lebensmittelvergiftung im Krankenhaus

In der vergangenen Nacht mussten 83 Touristen im Bodrumer Stadtteil Ortakent mit einer Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Wie Cihan Tekin, zuständiger Gesundheitsdirektor von Muğla gegenüber den Medien erklärte, seien bei den Touristen Übelkeit und schwere Bauchschmerzen diagnostiziert worden. Die Patienten würden allerdings bald wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Proben von Speisen und Getränken gehen ins Labor

Unterdessen haben Beamte des Ministeriums für Lebensmittel, Landwirtschaft und Viehzucht Proben der Speisen und Getränke genommen, die von den erkrankten Touristen konsumiert worden sein könnten. Der Bodrumer Bezirksgouverneur Mehmet Gödekmerdan kündigte zudem an, dass man gegen das Hotel der Feriengäste eine Untersuchung einleiten werde. „Wir haben die Proben ins Labor geschickt. Wir werden wir die Ergebnisse morgen bekannt geben“, so Gödekmerdan.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an ein Ereignis im letzten Sommer in Alanya. Damals mussten sich fast 100 russische Urlauber wegen einer vermutlichen Lebensmittelvergiftung ärztlich behandelt lassen (sie lösend derzeit die Deutschen in der Türkei ab – mehr hier). Auch damals entnahmen die Behörden proben der Speisen und Getränke im Hotel Club Güneş Garden. Man vermutete, dass verunreinigtes Poolwasser oder das Wasser aus den Kühlgefäßen die Massenerkrankung verursacht hatte. Bis auf sechs Patienten konnten alle das Krankenhaus fast umgehend wieder verlassen.

Wesentlich dramatischer gestalteten sich jedoch die Ereignisse andernorts. Während eines Bootstrips in Bodrum wurden zuletzt Anfang Mai 2011 14 Menschen durch gepanschten Alkohol vergiftet. Fünf junge Touristen starben (darauf gab es massive Razzien der Polizei – mehr hier).

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