Lebenslange Haft: Mubarak will in Berufung gehen

Die Todesstrafe forderte der zuständige Staatsanwalt, verurteilt wurde Hosni Mubarak zu einer lebenslangen Haftstrafe. Vielen ist das angesichts seiner Taten zu wenig. Zumal Mubarak nun angeblich sogar in Berufung gehen wolle.

In einem weiteren Verfahren könnte Mubarak erneut versuchen, seine Hände in Unschuld zu waschen, könnte letztendlich sogar freigesprochen werden. Genau das habe er al Dschasira zufolge vot. Offiziell bestätigt ist ein Einspruch Mubaraks noch nicht. Vielen ist das alles noch trotz anfänglichem Jubel nach Bekanntwerden des Urteils zu ungewiss.

Demonstranten in Alexandria verlangen: „Es reicht mit dem Geschwätz, wir wollen eine Hinrichtung.“ Auf dem Tahrir-Platz versammelten sich mehrere hundert Menschen. Sie wollen endlich neu anfangen und keine weiteren Verhandlungen mit fraglichem Ausgang. „Das Urteil ist nicht fair“, sagen sie. In den kommenden Tagen und vor allem am Freitag werden Großdemonstrationen auf dem Tahrir-Platz erwartet (die meisten Ägypter sind sich seit der Revolution bewusst, zu was sie mit ihrem Demos in der Lage sind – mehr hier).

Der 84-Jährige wurde am Wochenende wegen des Befehls zur Tötung von Demonstranten zu lebenslanger Haft verurteilt. Auch der ehemalige Innenminister Habib al Adli wurde zu derselben Strafe verurteilt. Anders dagegen Mubaraks Söhne und andere Vertreter des Sicherheitsapparates – sie wurden allesamt freigesprochen.

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