Breiviks radikale Ansichten: Jetzt gibt er den Muslimen die Schuld

Anders Behring Breivik behauptet vor dem norwegischen Gericht, Muslime seien selbst schuld an seinem Hass gegen alles Fremde. Als Kind hätten sie ihn so schlecht behandelt, dass er sich eine radikale Meinung gebildet habe.

Schlechte Kindheitserfahrungen hätten Anders Behring Breivik zu dem gemacht, was er heute sei. Das erklärte er am vergangenen Montag vor Gericht. Sein Hass gegen den Islam und Ausländer sei schon in jungen Jahren entstanden. Als er sieben war, habe ein türkischer Diplomat, der Vater eines Freundes, sein Fahrrad kaputt gemacht, weil Breivik ihn beleidigt habe. Weiterhin erzählte Breivik von Schlägereien, Diebstählen und drei Fällen von Vergewaltigungen, die von Muslimen ausgegangen seien. Die von ihm genannten Vergewaltigungsopfer verneinten diese Fälle allerdings bei den Behörden, wie die Zeitung Verdens Gang berichtete.

„Die Vorfälle sind einzeln gesehen nicht so schlimm“, so Breivik, doch das alles zusammen habe seine Meinung über Muslime geformt (entgegen der Einschätzung der Behörden behauptet er, es gäbe noch viele weitere anti-islamische Terrorzellen in Europa – mehr hier). Noch schlimmer sei allerdings gewesen, dass der norwegische Staat den Muslimen erlaubt habe, in den gehobenen Gegenden Oslos zu leben, was die Gefahr, die von ihnen ausgehe, noch verschlimmert habe.

Auf die Frage, ob er auch positive Erfahrungen mit Muslimen gemacht habe, antwortete er, sie seien „sehr loyal“. „Der Ehrenkodex ist sehr wichtig für sie: Wenn es eine Prügelei gibt, sind sie die ersten, die helfen“, sagt er außerdem. In Oslo und auf der Insel Utoya tötete Breivik im Juli 2011 77 Menschen (während der Tat stand er unter Drogeneinfluss – mehr hier).

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