32 Tage unter Wasser: Türkisches U-Boot absolviert Rekordmission

Ein U-Boot der türkischen Streitkräfte hat im vergangenen Jahr eine 32-Tage-Tauchmission in Libyen erfolgreich absolviert. Das erklärte das Verteidigungsministerium. Das Boot der Preveze-Klasse meisterte damit den längsten Tauchgang in der türkischen Marinegeschichte.

In einem Bericht über die Aktivitäten des Verteidigungsministeriums im Jahr 2011 wird erklärt, dass die „Preveze“ 32 Tage durchgängig unter Wasser geblieben sei. Das sei die längste Zeit gewesen, die ein türkisches U-Boot jemals unter der Meeresoberfläche verbracht hätte: „Die TGC Preveza realisierte die längste Tauchzeit in der türkischen Marine-Geschichte“, so der Bericht. Das Schiff, heißt es weiter, habe sich zu jener Zeit in Libyen im Rahmen der NATO-Aktivitäten aufgehalten (Ende März stimmte die Türkei dem Einsatz zu – mehr hier).

Türkische U-Boote der Preveze-Klasse wurden erstmals 1994 unter der Lizenz der Kieler Howaldtswerke Deutsche Werft gebaut. Ursprünglich handelt es sich um U-Boote der Klasse 209. Diese Boote können theoretisch bis zu 21 Tage unter Wasser bleiben. Bisher wurde das allerdings noch nicht überschritten.

Neue U-Boote schaffen fast 50 Tage unter Wasser

U-Boote werden auch von der türkischen Marine aus strategischen Gründen eingesetzt (Bundeswehr unt türkische Armee könnten voneinander profitieren, so der deutsche Staatssekretär des Verteidigungsministeriums – mehr hier). Sie können von einem Radar verschwinden, unerwartet an der Meeresoberfläche auftauchen, aber auch wieder abtauchen. Derzeit baut die Türkei bei der Gölcük Naval Shipyards nahe Izmir sechs U-214 U-Boote aus der gleichen deutschen Werft. Sie werden mit einer außenluftunabhängigen Antriebsanlage (AIP) ausgestattet, die einen Tauchgang von fast 50 Tagen ermöglichen soll. Der erste Typ 214 Neubau soll bereits im Jahr 2015 in Dienst gestellt werden.

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