Porno-Mörder gefasst: Kanadische Diplomaten bedanken sich bei Berliner Türken

Der Deutsch-Türke Kadir Anlayışlı wird als Held gefeiert. In seinem Berliner Internetcafe erkannte er den von Interpol wegen eines grausamen Mordes gesuchten Kanadier Luka Rocco Magnotta und verständigte die Polizei.

Interpol fahndete weltweit nach dem 29-jährigen Pornodarsteller Luka Rocco Magnotta, der wegen eines grausamen Mordes in Kanada gesucht wird. Gefasst haben ihn nun die deutshen Behörden mit Hilfe des Internetcafè-Besitzers Kadir Anlayışlı. Er wird derzeit nicht nur in Berlin als Held gefeiert. Kanadische Diplomaten in Berlin haben Anlayışlı bereits angerufen, um ihm zu danken, erzählt er der „Hürriyet“.

Magnotta lässt sich widerstandslos festnehmen

Der gut gekleidete Magnotta sei ihm beim Betreten des Ladens aufgefallen, da er sich von seinem normalen Kunden unterschieden habe. Magnotta habe „monsieur internet“ gesagt, woraufhin ihm Anlayışlı auf Englisch an den Computer mit der Nummer 25 verwies. „Er hat eine große Sonnenbrille auf. Als er mit mir sprach, setzte er sich diese auf den Kopf“, beschreibt Anlayışlı die erste Begegnung. Sofort habe er sich an jemanden erinnert gefühlt, konnte das Gesicht allerdings nicht zuordnen. „Ich habe das Internet nach ihm durchsucht und dann wusste ich wer er war“, sagt der 42-Jährige. Er sei auf die Straße gegangen und habe versucht Polizisten anzuhalten. Das erste Polizeiauto fuhr an ihm vorbei, ohne anzuhalten. „Nach einer Stunde kam ein weiteres Polizeiauto vorbei. Ich habe sie angehalten und ihnen alles erzählt. Sie sind sofort ins Cafè gekommen und haben ihn festgenommen“. Augenzeugenberichten zufolge habe sich Magnotta bei der Festnahme nicht gewehrt. Im Internet soll er die Berichterstattung über sich selbst verfolgt haben.

Zuletzt ortete Interpol den Kanadier in Paris. Kanada wolle nun einen Antrag auf Auslieferung stellen. Der von kanadischen Medien als „Schlächter von Montreal“ bezeichnete Magnotta soll einen chinesischen Studenten vor einer laufenden Kamera zerstückelt und per Post an verschiedene kanadische Parteien verschickt haben. Die Aufnahmen hatte er später ins Internet gestellt.

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