Ungebetene Gäste: Islamophobe Amerikaner statten der Türkei einen Besuch ab

Zahlreiche Persönlichkeiten aus den USA, die für ihre islamophobe Haltung bekannt sind, die sie im Zuge ihrer Arbeit oder in ihren Studien verbreiten, planen offenbar eine Stippvisite in der Türkei. Organisiert wird die Reise von einer anti-muslimischen Vereinigung.

Geplant ist eine zehntägige Reise, die vom anti-muslimischem David Horowitz Freedom Center organisiert wird. Unter den Teilnehmern ist auch Michael Rubin von der American Enterprise Institute (AEI) sowie der islamophobe Blogger Robert Spencer. Die Reisekosten belaufen sich auf 4.650 Dollar – ohne Flug (Klaus Bade erklärte gegenüber den DTN: “Die eifrig geschürten islamophoben Verdächtigungen wachsen” – mehr hier).

Türkei am Scheideweg zwischen Säkularismus und Scharia

Auf dem entsprechenden Werbeflyer, der auf der Internetseite „ThinkProgress“ veröffentlicht wurde, ist zu lesen: „Wohin sich die Türkei in den nächsten zehn Jahren entwickelt, könnte entscheidend für die Zukunft des Mittleren Ostens und Europa sein. […] Heute […] steht die Türkei erneut am Scheideweg der Geschichte, wenn sich das Land entscheidet, ob man den Weg des Säkularismus, den das Land seit den 1920er Jahren prägt, weitergeht oder zur Herrschaft des islamischen Rechts zurückkehrt.“ (zehn Jahre nach 9/11 stehen Muslime noch immer unter Generalverdacht – mehr hier)

Laut Angaben der Webseite habe Rubin, der zur Zeit George W. Bushs auch in der Regierung war, Verbindungen zu Islamophoben gepflegt und zwischen 2004 und 2006 mehrere Beiträge zum FrontPage Magazin beigesteuert hätte. Weiterhin sollen Spencer und sein Blog 162 Mal im Manifest des norwegischen Massenmörders Anders Behring Breivik zitiert worden sein. Spencer sagte einmal: „Der traditionelle Islam ist nicht moderat oder friedlich.“

Die Reise soll vom 7. bis 15. September 2012 stattfinden. Stationen der Visite sind Istanbul, Izmir, Ephesus und Pergamum.

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