Verlassen auf dem Bürgersteig: 16-jährige Türkin hat Baby wahrscheinlich zuhause geboren

Die Zweifel daran, ob eine 16-jährige Türkin in der Nacht auf vergangenen Donnerstag ihr Baby wirklich im Laufen geboren und dann auf dem Bürgersteig liegen ließ, waren schnell gesät. Eine Überwachungskamera hatte das Geschehen in Istanbul aufgezeichnet. Die türkischen Medien überschlugen sich. Jetzt scheint klar: Die junge Frau hat das Kind tatsächlich bereits zuhause geboren. Doch der Fall hat eine neue, dramatische Wendung erfahren.

Handelte es sich hier um eine Sturzgeburt? Geht das wirklich? Oder ist vielleicht sogar das Video, das derzeit im Internet kursiert, ein Fake? Nicht nur die Redaktion und Leser der DTN sahen genau und teils vielleicht sogar mehrmals hin. In Deutschland wie in der Türkei mögen sich die Menschen gefragt haben, was an der Geschichte dran ist, die die türkischen Medien am vergangenen Donnerstag in Aufruhr versetzte (hier geht es zum Überwachungsvideo – mehr hier).

Nabelschnur des Babys war bereits abgebunden

Fakt ist, die nächtlichen Bilder aus dem Istanbuler Stadtteil Bağcilar sind echt. Das Baby hat die 16-Jährige in der Tat verloren und einfach auf dem Bürgersteig liegen lassen, geboren allerdings soll sie es bereits zuhause haben. Das berichtet an diesem Freitag die türkische Zeitung „Hürriyet“. Das kleine Mädchen, das von der Polizei ins Krankenhaus gebracht wurde und die vom dortigen Personal inzwischen den Namen Ecem Ahu erhalten hat, ist wohlauf. Ihre Nabelschnur, so heißt es weiter, sei bereits abgebunden gewesen. Das wiederum deute darauf hin, dass sie nicht, wie zunächst vermutet, als Sturzgeburt auf der Straße, sondern zuhause zur Welt kam. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte die Blutung das Baby töten können.

Nachdem das Baby auf die Straße fiel, spielte sich eine für Außenstehende unglaubliche Szene ab. Die 16-Jährige und ihre Eltern, die nicht gewusst haben wollen, dass ihre Tochter schwanger war und nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt wurden, bemerkten zwar, dass das Baby auf die Straße gefallen war, kehrten sich auch kurzzeitig um, um sie zu betrachten, gingen anschließend jedoch einfach weiter. Auch das sieht die Polizei als Hinweis darauf, dass das Baby nicht an Ort und Stelle geboren worden sein könne.

Entstand das Baby in Folge einer Vergewaltigung

Die Mutter des Babys will wiederum zunächst gar nicht bemerkt haben, dass sie tatsächlich ihr Baby auf dem Bürgersteig verloren habe. Sie, so schreibt die Zeitung weiter, habe zunächst gedacht, dass ein Blutklumpen abgegangen sei. Während der Vernehmung gab sie an: „Etwas fiel von mir. Ich dachte, es sei ein Blutgerinnsel. Ich wusste nicht, dass es ein Baby war.“

Nachdem das Baby auf dem Bürgersteig landete, ging sie nach Hause und zog sich frische Sachen an. Danach ging sie ins Krankenhaus wo sie sich einer Ausschabung unterzog. Sie selbst verlangte, dass das Baby in staatliche Obhut käme. Ein interessanter Punkt: Denn: Bisher war in den Medien von einem 17-jährigen Jungen aus der Nachbarschaft die Rede, der der Vater des Babys sein soll. Mittlerweile steht allerdings auch das in Frage und stattdessen Spekulationen über eine Vergewaltigung im Raum. Der ältere Bruder des Freundes, sowie ein Freund des älteren Bruders sollen das Mädchen missbraucht haben, nachdem sie erfahren hatten, dass die 16-Jährige bereits Sex mit ihrem Freund habe. Wenn sie nicht mitmache, habe man ihr gedroht, ihren Eltern alles zu erzählen. Ein DNA-Test soll nun klären, wer wirklich der Vater des Kindes ist.


Kaldırımda Doğurduğu Bebeği Terk Etti von Haberdesin

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