Russen kaufen türkische Denizbank für drei Milliarden Euro

Die belgische Dexia Bank verkaufte ihre türkische Tochter, die Denizbank, für drei Milliarden Euro an die Sberbank. Obwohl die Belgier die Denizbank erst 2006 aufgekauft hatten, wollten sie so nun an Kapital kommen, denn um die hohen Kapitalanforderungen zu erfüllen, benötigt die angeschlagene Dexia Garantien in Höhe von 90 Milliarden Euro, so der Konzernchef. Die Bank wolle die EU Kommission um eine Einwilligung bitten.

Einen Tag, nachdem Frankreich und Belgien angekündigt hatten, dass sie die angeschlagene Bank Dexia mit weiteren Garantien in Höhe von maximal 55 Milliarden Euro stützen wollen, geht der Konzernchef der Bankia, Pierre Mariani, davon aus, dass die Bank Garantien in Höhe von 90 Milliarden Euro benötige. Dexia wolle nun die EU Kommission bitten, diese Garantien zu bewilligen. Die Dexia Bank war beim ersten europäischen Stresstest als leuchtendes Beispiel für eine solide Bank gewertet worden.

Ebenfalls aufgrund der hohen Kapitalanforderungen hat Dexia nun ihre türkische Bank Denizbank an die russische Sberbank verkauft. Bis zu drei Milliarden Euro sollen so den Eigentümer wechseln. Die Sberbank versucht derzeit, ins Ausland zu expandieren. Der Kauf der Denizbank ist der größte Zukauf der Sberbank bisher. Im Februar hatte die Bank der österreichischen Volksbanken AG ihre osteuropäische Tochter VBI für 505 Millionen Euro abgekauft.

Dexia hatte die Denizbank 2006 99,79 Prozent der Anteile der Denizbank erworben. Sie ist die zehntgrößte Bank der Türkei und hat weltweit knapp 600 Filialen.

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