Türkisch-Olympiade 2012 in Antalya: Schüler singen und tanzen vor 35.000 Menschen

Noch bis zum 14. Juni dauert die Türkisch-Olympiade 2012, die auch während ihrer zehnten Ausgabe das Publikum in mehr als 40 türkischen Städten verzaubert. Zu den Hightlihgts des diesjährigen Reigens gehörte ganz sicher die Veranstaltung in Antalya am vergangenen Samstag.

73 Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 21 Nationen betraten in Antalya die Bühne, um vor sagenhaften 35.000 Zuschauern im Akdeniz Universitäts Stadion ihr Können unter Beweis zu stellen. Insgesamt reisten in diesem Jahr ganze 1,500 ausländische Schülerinnen und Schüler aus 135 Ländern in die Türkei, um bei der Türkisch-Olympiade, die von der International Turkish Education Association (TÜRKÇEDER) organisiert wird, mitzuwirken und sich in 15 Wettkampfdisziplinen zu messen. In Antalya lag der Fokus auf dem Rezitieren bekannter türkischer Gedichte, beliebter türkischer Lieder und der Darbietung türkischer Volkstänze.

Erinnerung an verstorbenen Autor Abdürrahim Karakoç

Im Laufe des Abends begeisterten die jungen Leute mit 17 Gesangsdarbietungen, drei Volkstanzeinlagen und zwei Gedichten. Gaffar Şamilay aus Aserbaidschan etwa sang zwei der beliebtesten türkischen Weisen: “Zahidem” und “Nartanesi”. Dazu spielte er äußert geschickt eine so genannte Saz. Daneben brachte er auch den Titel „Mihriban“ zur Aufführung. Eine Hommage an den kürzlich im Alter von 80 Jahren verstorbenen türkischen Autor Abdürrahim Karakoç (er verstarb Ende letzter Woche – mehr hier).

Der Veranstaltung bei wohnte, neben Parlamentssprecher Cemil Cicek, der stellvertretende Ministerpräsident Bülent Arinc, Innenminister Idris Naim Sahin, Ankaras Bürgermeister Melih Gökçek, der ehemalige CHP-Chef Deniz Baykal, auch der Stellvertretende Ministerpräsident Bekir Bozdağ (er ist der Meinung, dass Deutschland Deutsch-Türken besser schützen müsse – mehr hier). Er erklärte: „Die Schülerinnen und Schüler haben uns gezeigt, wie Menschen aus verschiedenen Kulturen mit unterschiedlichen Sprachen und Ethnien zusammen kommen und etwas Schönes schaffen können. Nach unserem [türkischen] Verständnis ist der Mensch die ehrenhafteste Kreatur einer Zivilisation. Denken sie daran, was Yunus Emre [ein großer mystischer Folk-Dichter, der im Jahre 1320 starb] sagte: ‚Komm‘ Komm‘ lass uns miteinander vertraut machen! Lass uns das Leben einfacher machen.‘ Heute Nacht sind wir alle Zeugen geworden, wie viel einfacher es doch ist, ein Ziel zu erreichen, wenn alle Menschen zusammenarbeiten.“

Türkische Schulen bauen Brücken zwischen den Nationen

Die internationalen türkischen Schulen in 135 Ländern würden, so Bozdağ weiter, mit Hilfe der Sprache Brücken zwischen diesen Ländern bauen und die Kulturen, ihre Liebe, ihren Respekt und ihre Güte zueinander bringen. Hier, so der Minister, sei er auch den Lehrern dieser Schulen zu besonderem Dank verpflichtet. „Das, was die Welt sucht, findet sich heute Abend hier. Wenn die Welt nach Frieden und Solidarität sucht, und wenn die Menschen eine Welt errichten wollen, in der man sich mit Liebe und Respekt begegnet, dann sollte eine ganz bestimmte Sache getan werden. Wir sollten verschiedene Sprachen, verschiedene Farben und verschiedene Religionen zueinander bringen statt unter ihnen Zwietracht zu säen.“

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