Fethiye: Anwohner nach Erdbeben in Panik vor Tsunami

Am Sonntag kam es an der Westküste der Türkei zu einem Erdbeben der Stärke 6. Derzeit flüchten Anwohner insbesondere aus der Küstenstadt Fethiye aus Angst vor einem Tsunami. 50 Meter habe sich das Meer bereits zurückgezogen. Behörden betonen allerdings, dass es keine Gefahr gäbe. Stattdessen wird vermutet, dass sich Diebe in den leeren Wohnungen bereichern wollen.

Im beliebten türkischen Urlaubsort Fethiye verlassen seit Mittwoch Anwohner panisch ihre Häuser und Urlaubsunterkünfte. Grund ist, dass sich seit dem Erdbeben der Stärke sechs am Sonntag (hier) das Meer um ganze 50 Meter zurückgezogen haben soll. Eine offizielle Bestätigung gibt es hierfür allerdings nicht. In der vergangenen Nacht kam es so zu kilometerlangen Staus im gesamten Umkreis. Behörden ließen über Lautsprecher verkünden, dass es keine Gefahr gäbe und alle wieder zurück in ihre Wohnungen könnten.

Die Anwohner fürchten sich trotz einer ausbleibenden Warnung vor einem möglichen Tsunami und wollen sich lieber absichern. Hunderte flüchten nun vom Küstengebiet an höher liegende Regionen. Einige der Anwohner behaupten zudem, das Tsunami-Gerücht sei von Dieben verbreitet worden, die in den leeren Wohnungen ihre Chance nutzen wollen, berichtet die Tageszeitung Zaman.

Nach dem Erbeben am Sonntag an der Westküste kam es am Donnerstag auch zu einem Beben der Stärke 5,5 in der südöstlichen Provinz Şırnak. Bisher wurden lediglich Sachschäden, aber keine Opfer oder Verletzten gemeldet.

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