SPD-Politikerin Lale Akgün greift Moslemverbände an

Lale Akgün kritisiert an Islamverbände, zum Teil ähnliche Einstellungen wie die Salafisten zu haben. Während sie von einigen für diese Aussage gelobt wird, stellt sich doch die Frage, inwiefern auch die gesamte SPD dieser Meinung zustimmt.

Die SPD-Politikerin und Referatsleiterin in der Staatskanzlei des Landes NRW, Lale Akgün, hat Anfang der Woche im „Kölner Stadt-Anzeiger“ massive Kritik an den Islamverbänden in Deutschland geübt. Sie finde es paradox, wenn die muslimischen Verbände die Salafisten verurteilten, da sie ebenfalls über ähnliche Einstellungen verfügten, so die SPD-Politikerin. Wörtlich sagte Akgün: „Viele ‚Nicht-Böse’ haben eine ähnliche Ideologie. Sie schreien nur nicht so laut.[…] Die ‚klassischen’ muslimischen Verbände und Moschee-Vereine bieten kaum Alternativen, denn auch sie haben keine Antworten auf die Fragen der Gesellschaft, hängen in den Netzen ausländischer Organisationen oder Staaten und sind oft nationalistisch eingestellt.“

Auf einschlägigen Internetforen, die als islam- und verfassungsfeindlich gelten wird Akgün für ihre Worte unter anderem mit: „Bitte mehr solche vernunftgesteuerten Beiträge seitens der SPD, seitens türkischstämmiger Mitmenschen und seitens des Kölner Stadtanzeigers!“ gewürdigt. Es wäre aufschlussreich zu erfahren, ob diese Bemerkungen der SPD-Politikerin ihre private Meinung sind oder ob Akgün gar als SPD-Politikerin spricht, so wie viele Medien und Internetforen dies darstellen. Mehr noch: Geben Akgüns Worte auch die Meinung der nordrhein-westfälischen Regierung, der Staatskanzlei und der SPD wieder?

Akgün, die auch als Verfechterin eines „liberalen Islam“ gilt, war von 2002 bis 2009 SPD-Bundestagsabgeordnete. Heute ist sie in der Staatskanzlei des NRW-Ministeriums für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien tätig und leitet dort die Gruppe „internationale Angelegenheiten und Eine-Welt-Politik“.

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