Tragischer Ferienstart in der Türkei: 15 Menschen ertrinken an einem Wochenende

Es sollte die schönste Zeit des Jahres werden. Nach einer schwülen Woche strömte die Bevölkerung in Scharen ans Wasser, ums sich abzkühlen. Für 15 Menschen fand der Sommer am vergangenen Wochenende jedoch ein tragisches Ende. Sie ertranken in den Fluten.

Die Wettervorhersage des staatlichen Wetteramtes von diesem Montag gibt Anlass zur Sorge. Acht Grad über der durchschnittlichen Temperatur für diese Saison soll es in der kommenden Woche werden. Werden nun auch die Todesfälle durch Ertrinken weiter ansteigen?

In großer Zahl stürmten die türkischen Familien an die Küstenregionen, um sich dort nach einer langen und heißen Arbeitswoche etwas Abkühlung zu verschaffen. Für 15 Menschen war jedoch genau dieses Vorhaben am vergangenen Wochenende tragisch ausgegangen. Sie ertranken im Meer, in Flüssen oder in einem der türkischen Seen (in Bodrum kam es kürzlich zu einer Lebensmittelvergiftung unter über 80 Touristen – mehr hier).

Unter den Opfern befanden sich auch ein Vater und sein Sohn, die im Istanbuler Stadtteil Sarıyer, nahe dem Dorf Garipçe, den Tod fanden. Cemal Aydoğan ertrank im Marmarameer und sein Vater, Kenan Aydogan, verlor sein Leben als er versuchte, ihn zu retten. Ebenso tragisch ist die Geschichte des 13-jährigen Buben Ferdi Karakaya und des 23-jährigen Erkan Kocadağ, die ins Wasser sprangen, um dessen Bruder Ramazan Kocadağ zu retten. Doch vergebens, der Junge ertrank in Kumbağ in der nordwestlichen Provinz Tekirdağ. Der gleiche Strand wurde übrigens nur gut einen Kilometer weiter Schauplatz eines weiteren Badeunfalls. Zwei Freunde, die zur Abkühlung an die See gereist waren, ertranken am vergangenen Sonntag. Noch während der Untersuchung vor Ort wurd ein weiterer Mann aus dem Wasser gefischt.

Die tragische Liste ist damit allerdings noch lange nicht zu Ende. Sowohl in Silivri, im Stausee Alibeyköy im Istanbuler Stadtteil Sultangazi, in Mudanya, in Derince, in Araklı im Distrikt Trabzon als auch im Fluss Kızılırmak in Kırıkkale waren Todesopfer zwischen zwölf und 23 Jahren zu beklagen. Und die Saison ist noch lange nicht zu Ende (in Alanya setzt man mittlerweile auf Kameraüberwachung an den Stränden – mehr hier).

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