Neuer Beşiktaş Coach greift durch: Lustlose Spieler haben bei ihm nichts verloren

Erst am vergangenen Wochenende hat Samet Aybaba seinen Vier-Jahres-Vertrag bei Beşiktaş unterzeichnet. Kaum im Amt, macht der neue Coach auch schon klare Ansagen: Mit Spielern, die nicht mit seinem Ziel, ein Kämpfer-Team zu formen, überein gehen, werde er keine Gnade haben.

Aybaba, früher selbst ein Spieler bei Beşiktaş und sogar Kapitän, stößt zu einer äußerst schwierigen Zeit auf den Istanbuler Fußballclub. Der Verein kämpft derzeit mit den wohl größten finanziellen Schwierigkeiten in seiner gesamten Geschichte. Erst Ende Mai dann ein weiterer Schlag: Die UEFA schließt den türkischen Spitzenverein für ein ganzes Jahr von europäischen Wettbewerben aus und verhängt überdies noch eine Geldstrafe von 200.000 Euro. (auch hier wurde als Grund die hohe Verschuldung angegeben – mehr hier).

Samet Aybaba will ausländische Spieler ersetzen

In einer Erklärung gegenüber LİG TV stellte Samet Aybaba am vergangenen Sonntag heraus, dass er eine Mannschaft formen wolle, die „läuft, kämpft und ihr Bestes auf dem Platz gibt“. Außerdem kündigte er an, dass er und seine Assistenten bereits an einem Programm vorsaisonaler Trainingscamps arbeiten würden. Daneben stünden natürlich auch die Überprüfung des aktuellen Kaders und mögliche neue Transfers auf der Agenda der nächsten Tage. Im Zuge dessen, darauf wies er schon jetzt hin, könnten ein oder zwei teure Spieler entlassen werden, um die Club-Aussagen zu reduzieren.

Der Club, so Aybaba weiter, befände sich in einer „außergewöhnlichen“ Situation. Beşiktaş würde versuchen seine Probleme als Team zu überwinden, anstatt sich extravagant zu geben und neue Stars ins Boot zu holen. Hinsichtlich der Zukunft der beiden Portugiesen Ricardo Quaresma und Manuel Fernandes wollte sich der Coach allerdings nicht äußern. Er erklärte lediglich, dass er Spieler, die bewiesen, dass sie gut für Beşiktaş seien, auch behalten wolle – unabhängig von ihrem Talent oder ihrer Beliebtheit. Fügte jedoch hinzu, dass er erwäge ausländische Spieler zu entlassen und ihre Plätze mit Transfers und Kickern aus der eigenen Jugend zu füllen (damit geht er völlig mit der Ankündigung des türkischen Fußballverbands TFF konform – mehr hier).

Aybaba jedenfalls lässt sich durch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Clubs nicht entmutigen: „Beşiktaş ist mein Team. Ich weiß sehr gut, was ich machen kann und was nicht. Ich weiß, welchen Genesungsprozess wir durchlaufen werden. Das weiß ich aus Erfahrung. Darum bin ich auch nicht besorgt.“ Beunruhigt hätte ihn vielmehr, dass er nicht schon früher zum Coach berufen worden sei und stattdessen gleich mehrere ehemalige Teamkollegen vor ihm an der Reihe gewesen wären.

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