„Lesen mit Atatürk“: Seine Lektüren sind jetzt auf einer Website vereint

Eine neue Schriftart, die die Handschrift von Mustafa Kemal Atatürk nachahmt, gibt es bereits. Nun können sich Interessierte dem Begründer der modernen Türkei auf eine weitere Art nähern. Die Bibliotheks- und Dokumentations-Abteilung der Universität von Istanbul hat Bücher, die einst von ihm gelesen wurden, zusammengetragen und ins Internet gestellt.

Ein neues Internetprojekt lässt User einen Blick in Atatürks Lektüren werfen. (Foto: Screenshot)

Ein neues Internetprojekt lässt User einen Blick in Atatürks Lektüren werfen. (Foto: Screenshot)

Im Rahmen des Internet-Projekts „Lesen mit Atatürk“ wird den Usern ein virtueller Rundgang durch die IU-Bibliothek seltener Werke ermöglicht. Daneben gibt es eine Simulation zum Download und eine Leseauswahl aus insgesamt 175 Büchern.

Nach der Ausrufung der türkischen Republik übersandte Atatürk die Bücher vom Yıldız Palast zur Universität von Istanbul, um damit eine Bibliothek aufzubauen. Später, als er selbst dorthin kam, fragte er nach diesen Werken und begann in ihnen zu lesen (erst im vergangenen Mai wurde er mit einer 22-Meter-Statue geehrt – mehr hier).

Die so entstandene Sammlung umfasst gleich eine ganze Reihe von Fachgebieten. Sie reicht von Geschichte über Literatur, bis hin zu Soziologie oder Politik und werden noch heute von Wissenschaftlern zu Rate gezogen (weniger schmeichelhaft soll mit seiner Yacht umgegangen worden sein – mehr hier).

Atatürk hat in diesen Büchern auch persönliche Notizen hinterlassen. Mal unterstrich er einige, für ihn offenbar wichtige Sätze. Mal schrieb er seinen Standpunkt zu einer Sache an den Rand. Dank dieses Projekts wird es den Besuchern nun möglich, dies alles zu sehen und selbst zu erkunden. Ziel des Projekts ist es, Atatürk der Öffentlichkeit als gelehrte Person vorzustellen.

Mehr unter:  www.ataturkleokumak.istanbul.edu.tr.

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