„4+4+4+“ Schulreform: Imam-Hatip Schulen schießen wie Pilze aus dem Boden

Im Zuge der umstrittenen „4+4+4+“ Schulreform sind gut 67 neue Imam-Hatip Schulen in den 39 Bezirken Istanbuls entstanden. Insgesamt werden gut 450 Schulen neu organisiert.

Wie der Privatsender NTV aktuell berichtet, habe das zuständige Istanbuler Bildungsreferat die neuen religiösen Berufsschulen in Übereinstimmung mit der „4 +4 +4“ Gesetzgebung eröffnet, die es den Schülern bereits nach vier Jahren erlaubt, einen berufsbildenden Bildungsweg einzuschlagen.

In den Distrikten Ümraniye und Sultanbeyli auf der antatolischen Seite gibt es jeweils fünf neue Imam-Hatip Schulen. Auf der europäischen Seite wird es in Eyüp und Büyükçekmece jeweils vier neue Einrichtungen geben. Darüber hinaus werden gut 450 Schulen neu zu Volksschulen, Realschulen und Imam-Hatip Schulen organisiert werden (die letzte Schulreform sollte einen zu frühen Wechsel auf eine Imam-Hatip Schule verhindern – mehr hier).

Weiblichen Schülerinnen der Sekundarstufe wird es daneben gestattet im Religionswahlfach ein Kopftuch zu tragen (das kündigte der türkische Bildungsminister bereits im April an – mehr hier). Gewählt werden können künftig auch Kurse über den Koran und über  „Das Leben unseres Propheten, Seiner Majestät.“

Die Schulreform geriet in die Kritik, weil man befürchtet, dass gerade konservative Eltern ihre Mädchen von den Schulen nehmen könnten und so Kinderarbeit gefördert werden könnte.

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