Rassistische Internet-Hetze gegen Mesut Özil

Der deutsche Nationalspieler Mesut Özil wurde während der Partie gegen Dänemark über einen Fake-Account bei Twitter rassistisch beleidigt. Es wurden rund 3.000 so genannte „Tweets“ zu Hetzzwecken gepostet. Es wurde bereits Strafanzeige gestellt, um den Täter zu ermitteln.

Twitter-Hetze wie die gegen Mesut Özil darf auf keinen Fall toleriert werden. (Foto: Anne Helmond/flickr)

Twitter-Hetze wie die gegen Mesut Özil darf auf keinen Fall toleriert werden. (Foto: Anne Helmond/flickr)

„Özil ist garantiert kein Deutscher!“ oder „Ein Stück Papier ändert nicht die Abstammung“,  sind nur zwei vielen rassistischen Tweets, die gegen Mesut Özil geschrieben wurden, um eine Hetzkampagne zu starten. Dagegen wird der Nationalspieler rechtlich vorgehen und hat sich bereits zu einer Anzeige entschlossen. Sein Vater betonte nach der Hetzattacke im Internet, dass Mesut in Deutschland geboren sei und dass er für Deutschland und die Integration viel mehr getan als andere Menschen.

Mesut Özil wird sich nach dem Spiel gegen Griechenland äußern

Die Hetzkampagne hat die Familie von Mesut Özil zwar getroffen, doch dieser Fall belaste die Leistung vonÖzil nicht, so der Vater Mustafa Özil. Zu dem Vorfall wolle sich der Nationalspieler bis zum Spiel gegen Griechenland nicht äußern und konzentriere sich nur auf das eigentliche Geschehen am Freitagabend. Es sei zunächst wichtig, dass Wiederholungstaten in Zukunft vermieden werden. Daher werde man juristisch gegen die Hetze vorgehen (im Fall von Twitter-Beleidigungen gegen Murat Boz war eine Strafverfolgung allerdings schwierig – mehr hier).

Piraten-Partei distanziert sich vom gefälschten Account

Das Twitter-Profil hatte den Namen “@PiratenOnline” und wurde nach vielen Meldungen gesperrt. Der Bundesvorstandsmitglied der Piratepnartei distanzierte sich von den Beleidigungen bei Twitter und bezeichnete die Hetzte als „rassistische Kackscheiße”.

„Der Täter muss ermittelt und bestraft werden!“

Den Inhalt dieser nutzlosen Twitter-Hetze zu kommentieren erscheint müßig, denn rassistische Hetze ist geprägt von Feigheit und eigenen Minderwertigkeitskomplexen. In jedem Fall muss der Täter ermittelt werden. Die dafür bestimmten technischen Möglichkeiten sind vorhanden und zu nutzen. Dieser geschmacklose Fall muss in Deutschland zu einem Beispiel werden, so dass derartige feige Angriffe im Internet hart bestraft werden. Derartige Angriffe finden in der deutsch-türkischen Gesellschaft schon lange keine Akzeptanz (der türkische Pianist Fazıl Say kehrt nach seinem Twitter-Ärger der Heimat den Rücken – mehr hier).

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