Upgrade durch Moody’s: Ratingagenturen uneins über Türkei

Während die eine Ratingagentur die Türkei herabstuft, stuft die andere sie herauf. Moody's hat am Mittwoch die Bonitätsnote der Türkei von Ba2 auf Ba1 angehoben und mit einem positiven Ausblick versehen. Damit steht das wirtschaftliche aufsteigende Land nur noch knapp vor einer Bewertung als Investment Grade.

Die Investmentbank Moody’s stufte die Kreditwürdigkeit der Türkei herauf. Die Note des Landes wurde damit von Ba2 auf Ba1 korrigiert und mit dem Ausblick „positiv“ versehen. Trotz der derzeitigen Krise habe sich die türkische Wirtschaft als relativ stabil erwiesen, so die Einschätzung von Moody’s. Damit erhält die Türkei kurz nach der Herabstufung durch die Ratingagentur Standard & Poor’s ein Upgrade. Anders als Moody’s ist S&P der Ansicht, die Türkei sei anfällig für Marktschwankungen (mehr hier).

Moody’s sagt stattdessen, angesichts der Schwankungen an den internationalen Märkten habe sich die türkische Wirtschaft trotz allem als weitgehend stabil erwiesen. Trotz eines langsameren Wachstums habe die Türkei deshalb Aussichten auf eine weitere Heraufstufung. Die begehrte Bewertung als Investment Grade ist somit nicht mehr in weiter Ferne.

Genau wie S&P sagt auch Moody’s, dass das größte Problem das hohe Leistungsbilanzdefizit der Türkei sei. Jedoch stehe das einem Upgrade nicht im Wege, weil die Maßnahmen zur Stabilisierung Wirkung gezeigt hätten. Erdogan hatte angekündigt S&P nicht mehr als Ratingagentur zu akzeptieren (hier). Rückendeckung bekam er von der Royal Bank of Scotland (hier).

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