Wegen Eurokrise: Türkei zahlt fünf Milliarden Dollar an IWF

Der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan will bei den HIlfszahlungen im Zuge der Krise nicht abseits stehen. Auch er hat sich bereit erklärt, mehrere Milliarden beisteuern.

Erdoğan will sich an der Rettung Europas beteiligen. (Foto:DTN)

Erdoğan will sich an der Rettung Europas beteiligen. (Foto:DTN)

Auf dem G20-Gipfel in Mexiko hat sich auch die Türkei bereit erklärt fünf Milliarden Dollar in den IWF einzuzahlen und die schwächelnde Eurozone damit finanziell zu unterstützen. Neben der Türkei haben auch Schwellenländer wie Brasilien, Indien und Russland erklärt, jeweils zehn Milliarden Dollar einzuzahlen.

So tief wie China will allerdings kein anderes Land in die eigenen Staatskassen greifen. 43 Milliarden bietet das Land an, in den Internationalen Währungsfonds einzuzahlen. Damit verbunden sind allerdings auch mehr Rechte im IWF.

Im Gegenzug fordern die Schwellenländer mehr Mitspracherecht bei Entscheidungen des Währungsfonds: „Die neuen Beteiligungen sind an die Erwartung geknüpft, dass alle Reformen, die im Jahr 2010 vereinbart wurden, zügig umgesetzt werden. Das beinhaltet auch eine nachvollziehbare Neuregelung der Stimmrechte und Anteile“, verkündeten die Vertreter der BRICS-Staaten in einer gemeinsamen Mitteilung.

Die Türkei hat zudem festgelegt, dass die fünf Milliarden wieder zurückgefordert werden können, wenn die Türkische Zentralbank auf dieses Geld angwiesen sein sollte.

Angaben des IWF zufolge sollen die Mittel für die Bekämpfung der Krise mehr als verdoppelt worden sein. 456 Milliarden Dollar sollen nun zur Verfügung stehen.

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