Kurden und Türken fordern gemeinsam Ende des Terrorismus

Nach dem jüngsten Angriff der PKK auf das türkische Militär, startete die Türkei erneut eine Offensive im Nordirak. Noch immer kommt es nicht zu einem Ende des Blutvergießens. Der Präsident der Autonomen Region Kurdistan sprach im türkischen Staatsfernsehen derweil sein Mitgefühl für die Opfer aus und forderte die Niederlegung der Waffen.

Bei dem PKK-Anschlag auf Soldaten in der türkischen Provinz Hakkari am Dienstag kamen acht Soldaten ums Leben und 16 weitere verletzt wurden, bei der darauffolgenden Militäroffensive am Anschlagsort und im Nordirak sind den Berichten zufolge bis zu 26 PKK-Mitlglieder getötet worden. Kurden und Türken versuchen nun gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten und die Terrororganisation zur Niederlegung der Waffen zu bringen. Der kurdische Präsident Barzani verurteilte den Angriff der PKK aufs schärfste (der Nordirak unterstützt die Türkei in der Terrorbekämpfung – mehr hier).

Am Mittwoch erklärte der Präsident der Autonome Region Kurdistan, Massoud Barzani, der Krieg zwischen der Türkei und den Terroristen müsse endlich ein Ende haben. „Die Zeit des Krieges und der Waffen ist vorbei“, sagte Barzani dem türkischen Staatsfernsehen. Er sprach sein Mitgefühl für die Opfer der Gewalt von Dienstag in der Türkei aus. Weiter betonte er, dass die Fortsetzung der Kämpfe nur noch mehr „Blutvergießen“ verursachen würde. Die rund 300 PKK-Mitglieder hatten für den Angriff die türkisch-irakische Grenze überquert. Im Nordirak werden die aktivsten Stützpunkte der Organisation vermutet.

Der türkische Vizepremier Bülent Arınç forderte von Barzani noch mehr für den Kampf gegen den Terror zu tun. Auch er appellierte an die PKK, die Waffen niederzulegen (auch die BDP forderte die Niedederlegung der Waffen sowohl von der PKK als auch vom Militär – mehr hier).

Drahtzieher des Angriffs war Medienberichten zufolge der PKK-Führer Murat Karayılan. Er habe gefordert, das türkische Militär in diesem Gebiet massiv unter Druck zu setzen und Anschläge zu verüben.

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