Kerim Frei: Hitzfeld will ihn nicht an die Türkei verlieren

Kerim Frei ist mit seinen 18 Jahren einer der talentiertesten Schweizer Nachwuchsspieler. Der türkische Nationaltrainer Abdullah Avcı feierte deshalb seinen Wechsel zur türkischen Nationalelf. Doch für die Schweiz ist noch nichts entschieden. Denn auch nach seinem ersten Spiel gegen Österreich am 15. August kann er noch in die Alpenrepublik zurück, denn es handelt sich nur um ein Freundschaftsspiel.

Zwischen hoffen und bangen: Ottmar Hitzfeld will Kerim Frei nicht verlieren. (Foto: Biso/wikipedia)

Zwischen hoffen und bangen: Ottmar Hitzfeld will Kerim Frei nicht verlieren. (Foto: Biso/wikipedia)

“Der neue Özil der Türkei” titelte eine türkische Zeitung, als bekannt wurde, dass der junge FC Fulham Spieler in Zukunft für die türkische Nationalmannschaft spielen werde (mehr hier). Für Ottmar Hitzfeld ist das offenbar jedoch noch nicht entschieden, wie die Schweizer Tageszeitung Blick berichtet.

Er will noch um den talentierten Spieler kämpfen. Der 18-Jährige Frei hatte bisher für die U-19-Mannschaft der Schweiz gespielt. Da er jedoch nicht in der A-Mannschaft des Landes gespielt hat, konnte er zur türkischen Nationalelf wechseln. Hitzfeld habe er erklärt, dass er das mit seiner Familie entschieden habe. Auch der türkischen Presse hatte er gesagt, dass ihn viel mit der Türkei verdinde. Frei ist Sohn eines Türken und einer Marokkanerin.

Hitzfeld will um jungen Türken kämpfen

“Vielleicht kann man ihn noch umstimmen. Wir werden um ihn kämpfen und weiterhin die Hintertür offen lassen”, hofft Hitzfeld. Pierluigi Tami, Freis Trainer in der U21-Mannschaft der Schweiz ist allerdings enttäuscht. “Bis zuletzt habe Frei nicht mit ihm über seine Gedanken zur Türkei zu wechseln gesprochen. Er sagte mir einmal mehr, dass die Türkei für ihn kein Thema sei. Nun bin ich sehr überrascht und enttäuscht. Nicht wegen des Entscheids selbst, sondern über die Art und Weise. Dass er nicht mal mehr mit mir kommuniziert”, so Tami.

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