Schock für die Türkei: Syrien schießt türkischen Kampfjet ab!

Erst hieß es noch von Seiten der Türkei, ein Kampfjet werde vor der syrischen Küste vermisst. Ein libanesischer Fernsehsender stellt jetzt jedoch klar: Die syrische Luftabwehr hat an diesem Freitag ein türkisches Flugzeug abgeschossen.

Unter Berufung auf syrische Sicherheitskreise meldet aktuell der libanesische Sender Hisbollah-Sender „El Manar“ den Schlag gegen den türkischen Kampfjet. Zuvor hieß es von Seiten CNN Türk, dass das in Malatya gestartete Flugzeug etwa acht Seemeilen von der Küste entfernt ins Mittelmeer gestürzt sei. Gegen 12 Uhr am Mittag sei der Jet vom Radar verschwunden und der Funkkontakt abgerissen. Sofort habe das türkische Militär eine Suchaktion eingeleitet. Über das Schicksal der türkischen Piloten gibt es bisher keine gesicherten Erkenntnisse.

Wie die türkische „Hürriyet“ jedoch inzwischen meldet, sei die Absturzstelle der Piloten mittlerweile bekannt. Rettungsmannschaften seien bereits in das Gebiet gesandt worden. Andere Medien berichten unterdessen, dass die Piloten lebend aus dem Mittelmeer geretten worden sein und bereits auf dem Rückweg in die Türkei sein sollen. Die türkische Regierung habe bisher keine Stellungnahme abgegeben.

Türkei will nicht an Waffenlieferung für Opposition beteiligt sein

Erst an diesem Freitag hatte die Türkei Behauptungen eines berichts der US-amerikanischen „New York Times“ dementiert, wonach man an Waffenlieferung für die syrische Opposition beteiligt sei. Autor Eric Schmitt berichtete in seine Artikel über CIA-Agenten, die seit Wochen im Süden der Türkei operierten und bei der Entscheidung, wer innerhalb der syrischen Opposition Waffen erhalte, helfen würden. Hierzu erklärte Ministeriumssprecher Selcuk Ünal entschieden: „Die Türkei liefert keine Waffen an irgendein Nachbarland, auch nicht an Syrien.“ Die Unterstützung, so heißt es, sei rein humantiärer Art (nach wie vor strömen Tausende syrische Flüchtlinge in die Türkei – mehr hier).

Der Vorfall an diesem Freitag dürfte die nun ohnehin ziemlich unterkühlten Beziehungen zum Nachbarland weiter verschärfen. Erst Ende Mai hatte die Türkei sich als Reaktion auf das Massaker von Hula der Ausweisungswelle westlicher Staaten angeschlossen und syrische Diplomaten des Landes verwiesen (die Diplomaten bekamen 72 Stunden Zeit – mehr hier). Erdogan erklärte hierzu: Er glaube, dass nun auch die Länder, die bisher auf der Seite Assads gestanden hätten, das nun nicht mehr könnten. Das Außenministerium hielt zu jener Zeit einen militärischen Eingriff in Syrien für „verfrüht“. Das könnte sich nun schlagartig ändern.

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