Kampfjet: Erdoğan beruft außerordentliches Sicherheitstreffen in Ankara ein

Im Zuge des Kampfjet-Absturzes will der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan nun ein außerordentliches Sicherheitstreffen in Ankara einberufen. Meldungen, wonach der Jet definitiv abgeschossen worden sei und sich Syrien bereits entschuldigt hätte, dementiert er.

Der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan spricht gut 15 Minuten zu den Journalisten. Mit definitiven Aussagen hält er sich zurück. (Foto: DTN)

Der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan spricht gut 15 Minuten zu den Journalisten. Mit definitiven Aussagen hält er sich zurück. (Foto: DTN)

An dem außerordentlichen Sicherheitstreffen in der Hauptstadt sollen, laut “Hürriyet”, Innenminister Idris Naim Sahin, Außenminister Ahmet Davutoglu, Verteidigungsminister Ismet Yilmaz sowie Chef der National Intelligence Organization (MIT) und Chef des Generalstabs, Necdet Özel teilnehmen.

Das Treffen wird sich sowohl auf den Absturz des türkischen Kampfjets an diesem Freitagnachmittag im Mittelmeer als auch auf die jüngsten Terrorattacken in der Türkei konzentrieren. Das Treffen wird am Wohnsitz des Ministerpräsidenten stattfinden.

Premier Erdoğan bestätigt den Absturz – mehr nicht

Unterdessen dementiert Erdoğan auf einer Pressekonferenz in Ankara frühere Meldungen des Tages, wonach die Maschine definitiv abgeschossen worden sei und er bereits eine Entschuldigung von Seiten Syriens erhalten haben soll. Solche Informationen habe er nicht, gibt sich der Premier vorsichtig: “Ich weiß nicht, ob Syrien sich entschuldigt hat und wenn doch, warum”, fährt der Premier fort. Wie unter anderem “Zaman” und “Hürriyet” gleichermaßen berichten, stellt Erdoğan derzeit heraus, dass es keinesfalls klar wäre, dass der Kampfjet vom syrischen Militär abgeschossen worden sei. Er bestätigte allerdings, dass der Jet ungefähr 13 Kilometer von der syrischen Stadt Latakia entfernt über dem Mittelmeer niedergegangen sei. “Vier unserer Kanonenboote und einige syrische Kanonenboote führen eine gemeinsame Suche durch”, informiert der Premier weiter.

Warum der Kampfjet in diesem Gebiet unterwegs war, dazu konnte Erdoğan ebenfalls keine Angaben machen. Aufschluss werde auch hier die anberaumte Sicherheitskonferenz geben.

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