Offensive gegen die PKK: Türkei greift Ziele im Nordirak an

Das türkische Militär hat am vergangenen Wochenende mehrere Luftangriffe auf PKK-Quartiere in den Kandil-Bergen im Nordirak geflogen. Das teilte der türkische Generalstab mit.

Zwischen dem 22. und 24. Juni flogen türkische Kampfjets Angriffe auf PKK-Ziele im Nordirak. (Foto: DTN)

Zwischen dem 22. und 24. Juni flogen türkische Kampfjets Angriffe auf PKK-Ziele im Nordirak. (Foto: DTN)

In einer Erklärung auf der Internetseite des Generalstabs heißt es, dass die türkische Luftwaffe in der Zeit vom 22. bis 24. Juni ingesamt neun Ziele im Nordirak – vor allem in der Kandil-Region – angegriffen hätte. Daneben heißt es: “Nach der erfolgreichen Beendigung ihrer Mission sind unsere Jets sicher wieder in ihre Basen zurückgekehrt.”

Die Luftangriffe folgten der jüngsten Erklärung von Generalstabschef General Necdet Özel, der herausstellte, dass das türkische Militär in der Lage sei Kandil unter drei Bedingungen völlig zu zerstören: Zum einen nach der Genehmigung durch die türkische Regierung, zum anderen mit der Akzeptanz durch die USA sowie einer Bereitschaft der Öffentlichkeit, schwere Verluste hinzunehmen (am vergangenen Montag kündigte Erdogan an, dass es für PKK-Führer Öcalan keinen Hausarrest geben werde – mehr hier).

Die Luftangriffe sind die zweite türkische Offensive gegen PKK-Verstecke im Irak innerhalb einer Woche nach der Ermordung von acht türkischen Soldaten entlang der Grenze zum Irak am vergangenen Dienstag. Wie das Militär angab, seien im Zuge der Attacke am vergangenen Dienstag mittlerweile mehr als 30 Terroristen getötet worden (BDP-Vorsitzender Selahattin Demirtaş mahnte beide Seiten, die Waffen niederzulegen – mehr hier).

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