Syrien: Türkei hat gemeinsame Untersuchugs-Kommission nach Jet-Abschuss abgelehnt

Die Türkei sei gar nicht an einer Aufklärung der Abschuss-Umständes interessiert, behauptet Syrien. Es habe kurz nach dem Vorfall das Angebot seitens Syrien gegeben, eine Untersuchungs-Kommission zu gründen. Die Türkei habe allerdings nicht auf das Angebot reagiert und halte weiterhin an einer falschen Version des Abschusses fest, so das Außenministerium.

Noch immer ist nicht klar, welche Folgen der Abschuss eines türkischen Jets durch Syrien haben wird. Während die EU weitere Sanktionen gegen Assad fordert (mehr hier), erklärt Syrien nun, dass die Türkei die Gründung einer gemeinsamen Kommission zur Untersuchung des Vorfalls abgelehnt habe.

Jedenfalls habe die Türkei auf ein Angebot Syriens eine solche Kommission zu gründen, gar nicht reagiert. Syrien habe dagegen sehr kooperativ gehandelt, so die Version hoher Beamter. So hätten sie der Türkei beispielsweise das Heckteil des Flugzeugs übergeben. Dieses habe Schusslöcher aufgewiesen.

Jihad Makdissi, Sprecher des syrischen Außenministeriums, wiederholte auch am Montag, dass es sich in jedem Fall um Notwehr gehandelt habe. Die Tatsache, dass es ein türkisches Flugzeug gewesen sei, habe bei der Entscheidung zum Abschuss keine Rolle gespielt. „Wir mussten sofort reagieren. Wir hätten das Flugzeug auch abgeschossen, wenn es ein syrisches gewesen wäre“, erklärte er.

Die türkische Version des Abschusses unterscheide sich von der Realität, womit die Türkei die Situation noch viel „komplizierter“ gemacht habe, als sie schon sei (nach Angaben des türkischen Geheimdiensten soll Syrien gewusst haben, dass es sich um einen türkischen Jet gehandelt hat – mehr hier). Nicht das Radar-Abwehrsystem habe den Jet abgeschossen. Das Flugzeug sei durch Luftschutzfeuer abgeschossen worden, das nur eine „Reichweite von bis zu 2,5 Kilometer“ habe, so Makdissi.

Syrien behauptet, das Flugzeug sei ein bis zwei Kilometer vor der syrischen Küste in syrischen Hoheitsgebiet abgeschossen worden. Die Türkei vertritt dagegen die Ansicht, dass der Jet über internationalen Gewässern abgeschossen und es in syrischem Hoheitsgebiet ins Meer gestürzt sei.

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