Schicksal der vermissten Piloten: Jetzt wurden ihre Helme gefunden

Zuhause in Istanbul und Malatya bangen ihre Familien. Jetzt wurden weitere Überbleibsel der beiden seit vergangenen Freitag vermissten Piloten gefunden. Nachdem die Suchkräfte bereits am vergangenen Montag Stiefel aus dem Mittelmeer fischten, konnten sie jetzt die Helme bergen.

Die Helme der beiden vermissten Piloten wurden, Verkehrsminister Binali Yıldırım zufolge, in der Nähe von Wrackteilen des am vergangenen Freitag von syrischen Militärs abgeschossenen türkischen Aufklärers gefunden. Die Suche nach den beiden Männer, so betont Yıldırım, werde fortgesetzt.

Zwei Paar Stiefel, die vermutlich ebenfalls den beiden Vermissten gehörten, wurden bereits vor einigen Tagen entdeckt (das gab Erdoğan während eines Treffens mit der Opposition bekannt- mehr hier). In der Nähe des Wracks, so heißt es derzeit in den türkischen Medien, wären allerding keine Fallschirme gefunden worden. Es wird zudem davon ausgegangen, dass die beiden Flugzeugführer auch keinen Gebrauch von ihren Schleudersitzen gemacht haben.

Familien der Piloten harren vor den TV-Geräten aus

Türkischen See-und Luftstreitkräfte versuchen seit dem 22. Juni fieberhaft Capt. Gökhan Ertan und Lt. Hüseyin Aksoy zu finden. Osman Aksoy, Vater von Leutnant Aksoy, hat unterdessen die Hoffnung, seinen Sohn lebend in die Arme zu schließen noch nicht aufgegeben. Zuhause im Istanbuler Bezirk Bagcılar bangt er gemeinsam mit der Familie vor dem TV-Gerät. Deutliche Worte fand derweil Ali Ertan, Vater des zweiten Piloten. “Unser Land ist kein Land, das wegen eines Piloten oder eines Kampfets in den Krieg zieht. Das wäre ohnehin nicht angemessen. Mein Sohn könnte tot sein, doch was zählt ist, dass er seinem Land gedient hat. Ich bin ein frommer Gläubiger. Ich glaube nicht, dass mein Sohn oder irgend ein anderer Märtyrer wirklich tot sind. Sie leben noch immer unter uns.” (beide Familien schweben zwischen hoffen und bangen – mehr hier).

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