Wirtschaftsbeziehungen mit der Türkei boomen

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sind traditionell intensiv. Die Bundesrepublik ist der größte Abnehmer türkischer Waren und auf Platz zwei unter den Hauptlieferanten der Türkei. Der bilaterale Außenhandel erreichte in den letzten Jahren jeweils rund 23 Milliarden Euro. Davon fielen rund neun Milliarden Euro auf den Import türkischer Waren, der Export in die Türkei betrug etwa 14 Milliarden Euro.

Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting (Foto: TD-IHK)

Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting (Foto: TD-IHK)

Daneben führen deutsche Unternehmer die Liste ausländischer Investoren an und sind mit ca. 4.700 Unternehmen dort präsent. Gleichzeitig leisten rund 80.000 türkische und türkischstämmige Unternehmer in der Bundesrepublik einen wertvollen Beitrag zur deutschen Wirtschaft. Sie investieren hier etwa 8 Milliarden Euro und erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 40 Milliarden Euro. Daneben sichern sie mehr als 400.000 Menschen den Arbeitsplatz. Trotz dieser stetigen positiven Entwicklungen entspricht der derzeitige Umfang der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei aber nur einem Bruchteil dessen, was bilateral noch zu erreichen ist.

Der deutsch-türkische Außenhandel wächst also kontinuierlich. Eine besondere Rolle hat dabei stets Nordrhein-Westfalen als führender Wirtschafts- und Logistikstandort innegehabt. Dafür spricht auch der große Erfolg des 4. NRW-Tages der Türkisch-Deutschen Wirtschaftsbegegnung, der jedes Jahr von der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) organisiert wird und dieses Jahr im sportlichen Ambiente des Borussia-Parks in Mönchengladbach stattfand. Über 350 Gäste und Aussteller informierten sich in Fachpanels und auf einer Begleitmesse über Entwicklungen und Chancen in den Wirtschaftsbeziehungen beider Länder.

Als TD-IHK sind wir nicht nur in Nordrhein-Westfalen aktiv. Um die bundesweite Tätigkeit zu unterstreichen, verlegte die Kammer ihren Hauptsitz im Frühjahr von Köln in die Bundeshauptstadt Berlin. Seither widmet sie sich in den Räumlichkeiten am Leipziger Platz 14 ihren Aufgaben. Diese Lage war schon einmal ein bedeutsamer Ort für die deutsch-türkischen Beziehungen: Zwischen 1878 und 1896 befand sich die Vertretung des Osmanischen Reiches auf dem unmittelbar angrenzenden Grundstück.

Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting
Präsident der TD-IHK

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