Jet-Abschuss: Suche nach Piloten und Wrack bisher erfolglos

Wie das türkische Militär an diesem Donnerstag bekannt gab, sind die Such- und Rettungsmaßnahmen nach dem am vergangenen Freitag abgestürzten Jet und seinen beiden Piloten bisher nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Bis heute hätten die Teams nur einige Habseligkeiten der Männer aus dem Wasser gefischt.

In einer online veröffentlichten Erklärung des Generalstabs heißt es, dass fünf Militärschiffe und vier Such-und Rettungshubschrauber seit Freitag für die Suche nach dem Wrack und seinen beiden Piloten im Einsatz gewesen wären. Die Mannschaften würden rund um die Uhr arbeiten. Doch bisher seien weder das abgestürzte Flugzeug noch die Piloten aufgespürt worden. Ihnen sei es lediglich gelungen, einige Teile des Wracks nebst Habseligkeiten der Insassen aus dem Mittelmeer zu fischen.

Piloten wahrscheinlich aus Jet ausgestiegen

Binali Yildirim, Minister für Verkehr, Maritime Angelegenheiten und Kommunikation, erklärte bereits am vergangenen Dienstag, dass man mittlerweile die Helme der beiden Vermissten habe bergen können (zuvor wurden bereits Stiefel gefunden – mehr hier). In seinen Augen ein Zeichen dafür, dass die beiden Piloten ausstiegen, bevor ihre Maschine ins Meer stürzte.

Die Angehöringen der beiden geben sich unterdessen tapfer. Bereits Anfang der Woche wurden die Familien in Malatya und Istanbul von Journalisten aufgesucht. Besonders beeindruckt war die Öffentlichkeit von Ali Ertan, der erklärte: „Unser Land ist kein Land, das wegen eines Piloten oder eines Kampfets in den Krieg zieht. Das wäre ohnehin nicht angemessen. Mein Sohn könnte tot sein, doch was zählt ist, dass er seinem Land gedient hat. Ich bin ein frommer Gläubiger. Ich glaube nicht, dass mein Sohn oder irgend ein anderer Märtyrer wirklich tot sind. Sie leben noch immer unter uns.“ (gebannt harren die Familien an den TV-Geräten aus – mehr hier)

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