Suche nach vermissten Piloten: Jetzt läuft die Nautilus aus!

Bei der Suche nach den beiden seit vergangenen Freitag vermissten Piloten und dem Wrack des abgestürzten Aufklärers erhält die Türkei nun Unterstützung aus den USA. Das US-amerikanische Erkundungsschiff „Nautilus“ hat sich offiziell in die Such- und Rettungsarbeiten eingeklinkt.

1985 fand sie die Titanic. Kann die Nautilus auch diesmal helfen? (Foto: Ocean Exploration Trust/Institute for Exploration/wikipedia)

1985 fand sie die Titanic. Kann die Nautilus auch diesmal helfen? (Foto: Ocean Exploration Trust/Institute for Exploration/wikipedia)

Das US-amerikanische Erkundungs-Boot, das vier Tage lang im Istanbuler Hafen Haydarpaşa vorbereitet wurde, wird etwa zweieinhalb Tage nach dem Aufbruch an diesem Freitag am Unglücksort erwartet.

Bisher war die Suche der Rettungsteams nicht sonderlich von Erfolg gekrönt. Zwar zogen die Mannschaften einige Habseligkeiten der Piloten sowie einige Fragmente aus dem Wasser (nach den Stiefeln fand man die Helme – mehr hier). Der Durchbruch gelang ihnen nach einer Woche intensiver Suche alleridings nicht (die Familien der Piloten schweben zwischen hoffen und bangen – mehr hier). Die Türkei steht jedoch, so berichten die türkischen Medien, mit einigen Ländern und internationalen Unternehmen in Kontakt, die Sucharbeiten unterhalb einer Tiefe von 1000 Metern vornehmen können. Diese Distanz zur Wasseroberfläche könnte etwa vom türkischen U-Boot Çeşme nicht bewältigt werden.

Dr. Robert Ballard spürte mit der „Nautilus“ die Titanic auf

Bekannt wurde die „Nautilus“ einst durch einen zivilen, aber nicht minder spektakulären Einsatz. Dem Boot gelang 1985 die Lokalisierung des Wracks der Titanic, die im April 1912 bei ihrer Jungfernfahrt über den Atlantik gesunken war. Das 64 Meter lange Schiff liegt sonst in Bodrum vor Anker und wird vom Ocean Exploration Trust unter der Ägide von Dr. Robert Ballard betrieben. Sie ist mit mehreren ferngesteuerten Fahrzeugen ausgestattet. Daneben sind ein leistungsstarkes Satellitensystem und ein Sonarsystem an Bord, das bis in eine Tiefe von 3000 Metern vordringen kann. Noch weiter kommt das Beiboot Agnus. Es schafft eine Reichweite von bis zu sechs Kilometer unter die Meeresoberfläche.

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