Präsentation über den Islam: US-Army-Dokument enthält blasphemische Kommentare

Erneut ist eine fragwürdige Präsentation über den Islam aufgetaucht, die Mitgliedern der US-Armee vorgelegt worden sein soll. Darin enthalten sind blasphemische Kommentare und verzerrte Fakten über den Islam.

Ein Auszug aus der veröffentlichten Präsentation. (Foto: Screenshot)

Ein Auszug aus der veröffentlichten Präsentation. (Foto: Screenshot)

Die 13-seitige Präsentation stammt, so berichten die türkischen Medien, von Michael Margulies, einem Experten für arabische Sprache und Literatur und wurde unter dem Titel „Muslim Morality and Jihadi ethics“ auf der „Public Intelligence“ -Webseite veröffentlicht.

Vorsicht bei Interaktion von Muslimen mit Nicht-Muslimen

Die Präsentation enthält neben einem vermeintlichen Photo des Propheten Mohammed auch generelle Informationen über das heilige Buch der Muslime, den Koran. Im Laufe der Präsentation wird der Islam als eine Religion vorgestellt, der die Menschen dazu ermutigen würde zu lügen, sobald die Interessen des Islams in Frage stünden (auch in Europa stehen Muslime unter Generalverdacht – mehr hier). So heißt es: „In westlichen Zivilisationen ist Ehrlichkeit eine moralische Unbedingtheit. Sie ist der Maßstab für die Bewertung eines Charakters und der primäre Indikator für Vertrauenswürdigkeit. Im Koran gibt es kein jüdisch-christliches Äquivalent der Zehn Gebote.“ Anders stünde es jedoch im Fall einer Interaktion von Muslimen mit Nicht-Muslimen. Muslime seien hier sogar zum Lügen verpflichtet, wenn es gegen den Islam ginge.

Der letzte Teil der Präsentation beschäftigt sich mit dem Status von Nicht-Muslimen in einem muslimischen Land. Diese hätten dort die so genannte Dschizya zu zahlen, eine Art Pro-Kopf-Steuer der islamischen Staaten auf ihre nicht-muslimischen Bürger, die zudem bestimmte Kriterien zu erfüllen hätten. Illustriert wurde dieser Aspekt mit einem Bild aus dem bekannten Film “Der Pate”. Es zeigt einen Mann, der die Hand von Vito Corleone, der Hauptfigur, küsst.

Fragwürdiges Lehrmaterial aus Pentagon und FBI aufgetaucht

Erst Mitte Mai dieses Jahres sorgte die Meldung für Aufregung, dass in einem Kurs für amerikanische Offiziere verkündet wurde, dass allen Muslimen der Krieg erklärt werden müsse. Dabei sollten Atomangriffe auf zivile Bevölkerungen nicht ausgeschlossen werden. Das Pentagon zeigte sich nach Veröffentlichung des fragwürdigen Lehrmaterials geschockt (zu einer Erklärung war der betroffene Oberstleutnant nicht bereit – mehr hier).

Nur wenig zuvor drang an die Öffentlichkeit, dass in FBI-Lehrmaterial Muslime unter Generalverdacht gestellt wurden. So wurde „Mainstream-Muslimen“ in einer Präsentation der US-Bundespolizei unterstellt, gewalttätig zu sein und dass der Islam seine Anhänger zum „Völkermord“ bewegen solle (bei ihrer Arbeit müssen sich die Agenten sogar nicht einmal an das Gesetz halten – mehr hier).

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