Istanbul: Die Stadt der Museen

Rock- und Popmusikfreunde kommen in Istanbul derzeit voll auf ihre Kosten. Dabei hat die Stadt auch in Sachen Kultur jede Menge zu bieten - vor allem für jene, die gerne den ein oder anderen Abstecher ins Museum machen.

Die Millionenstadt auf zwei Kontinenten hält für Museumsfreunde fast unzählige, aber vor allem einzigartige Häuser bereit. So gut wie jedes Interessengebiet scheint im Schmelztigel zwischen Europa und Asien berücksichtigt: Von Oldtimern bis hin zu kostbaren Teppichen, von Spielzeug und Karikaturen bis hin zu einer Vielzahl von interessanten Sammlungen (wer will, kann die Sehenswürdigkeiten jedoch auch in 3D erkunden – mehr hier).

Ganze 8500 Jahre reicht die Geschichte der Kulturhauptstadt 2010 zurück. In dieser Zeit war sie Gastgeber einer ganzen Reihe von Zivilisationen. Und es ist genau dieses Vermächtnis, das auch im berühmten Topkapi Palast der Stadt, in der Hagia Sophia, dem Hagia Irene Museum und im Archäologie-Museen, um nur ein paar zu nennen, reflektiert wird. Doch die Millionenstadt kann mehr: Im Laufe der Jahre hat sie sich zur Metropole einer neuen Ära von Museen gemausert, die sich gleich auf eine Vielzahl von Themen, konzentrieren. Acht Millionen Besucher strömen Jahr für Jahr in die öffentlichen und privaten Museen (auch Nobelpreisträger Orhan Pamuk hat kürzlich ein eigenes eröffnet – mehr hier) und bewegen sich so auf einer spannenden Brücke von der Vergangenheit bis zur Gegenwart.

Hier eine Auswahl zu treffen, fällt nicht leicht. Einen Besuch wert sind wohl alle Häuser der Stadt. Die türkische Zeitung „Sabah“ hat dennoch versucht eine kleine Auswahl zu treffen und einige Empfehlungen für eine Museums-Visite in Istanbul zusammengestellt (es muss schließlich nicht immer nur um die beliebtesten Strände gehen – mehr hier).

Zum einen gibt es da die Museen des Ministeriums für Kultur und Tourismus: Der Topkapi Palast, die Hagia Sophia, das Hagia Irene Museum, die Chora-Kirche, das Mosaikenmuseum des Großen Palastes, das Fethiye Museum, das Istanbuler Archäologie-Museen, das Museum der Festung von Anatolien, das Rumeli Festungsmuseum, das Gräber-Museum, das Museum des Yildiz-Palastes, das Cihannüma Schlösschen, das Museum  für Islamwissenschaften und Technologie, das  Museum für türkische und islamische Kunst sowie das Galata Mevlihanesi Museum.

Auch die Abteilung für Schlösser Museen hat viel zu bieten: Aynalıkavak Kasrı, Beykoz Kasrı, der Beylerbeyi, der Dolmabahçe sowie der Florya Atatürk Deniz Palast, Ihlamur Kasırları, Küçüksu Kasrı, Maslak Kasırları und schließlich der Şale Palast.

Daneben gibt es auch Generalstabs Museen: wie etwa das Marine- oder das Luftfahrtmuseum.

Zahlreiche Anlaufpunkte bietet auch die Generaldirektion für Stiftungen: Es gibt ein Teppich-Museum, aber auch ein Museum für türkische Kalligraphie, um nur ein paar zu nennen.

Am längsten ist jedoch die Liste der privaten Einrichtungen: Zu nennen wären hier unter anderem das Museum für Moderne Kunst, das Istanbuler Spielzeugmuseum, das Rahmi Koç Industriemuseum, das Pera Museum (dieses ist sogar über das Google Art Project zu erkunden – mehr hier) oder das Santral İstanbul, das Sakıp Sabancı Museum, das  İş Bankası Museum, sogar ein Presse- und Brandbekämpfungs-Museum gibt es. Aber auch das Bakırköy Museum für Psychische und neurologische Störungen oder das Florence Nightingale nebst dem Galatasaray Museum.

Es begann mit dem „Müze-i Hümayun-İmparatorluk Museum“

Die Liste für eine ganz individuell zusammenstellbare orientalische Entdeckungsreise ließe sich fast beliebig und je nach Facon fortsetzen. Das erste Museum in Istanbul, das Tophane-i Amire Müşiri Fethi Ahmet Paşa in der Hagia Irene, entstand übrigens im Jahr 1846. Sadrazam Ali Paşa (1815-1871) arrangierte das Museum neu und gab ihm den neuen Namen „Müze-i Hümayun-İmparatorluk Museum“. Im Jahr 1869 übernahm der Ire Edward Goold die Museumsadministration. Als schließlich im Jahr 1875 der Platz für weitere Exponate nicht mehr ausreichte, wurde die Sammlung kurzerhand in den Fayencen-Pavillon (Çinili Köşk) in der Topkapı-Palastanlage verlegt. Bereits 1869 wurde die Kirche Reichsmuseum (Müze-i Hümayun) und 1908 für einige Zeit sogar ein Militärmuseum.

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