EU-Währungskommissar Olli Rehn bewertet Türkei positiver als IWF

Der EU-Währungskommissar prognostiziert der Türkei stabile Wachstumszahlen - und das, obwohl die EU, die mit der Krise kämpft, der Haupthandelspartner der Türkei ist. Mit einer Wachstumserwartung von über drei Prozent, erwartet er für die Türkei bessere Zahlen als der IWF.

Die Eigenkapitalquote der türkischen Banken ist besser als die der meisten EU-Länder, erklärte Olli Rehn, EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung.

„Die Türkei hat es geschafft, ihre Staatsschulden nahezu zu halbieren. Der Bankensektor hat sich erholt und die derzeitige Eigenkapitalquote ist höher als die der meisten EU-Mitgliedsstaaten. Die Märkte haben das schnelle Wachstum der Türkei und das umsichtige Wirtschafts- und Finanzmanagement zur Kenntnis genommen“, erklärte Rehn der Nachrichtenagentur Anatolia. Die Wirtschaftsreformen von 2001 zeigen nun über zehn Jahre später gute Ergebnisse.

Olli Rehn: Türkei ist auf einem guten Weg

Rehn sagt der Türkei weiterhin eine stabile Wirtschaft voraus. Mit einem jährlichen Durchschnittwachstum von sechs Prozent zwischen 2002 und 2008 sowie 9,2 und 8,5 Prozent in den Jahren 2011 und 2012 sei die Türkei weiterhin auf einem guten Weg.

Da die EU-Haupthandelspartner der Türkei ist (mit Zahlungen an den IWF will die Türkei Krisenhilfe leisten – mehr hier), müsse die Türkei jedoch mit einem gedämpfteren Wachstum als in den vergangenen Jahren rechnen. Er rechnet mit einem Wachstum von 3,3 Prozent und prognostiziert damit ein positiveres Ergebnis als der IWF, der ein Wachstum von 2,3 Prozent erwartet (bis 2013 will die Türkei die Schulden an den IWF abbezahlt haben – mehr hier).

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