Siedlung aus der Jungsteinzeit: Çatalhöyük ist jetzt UNESCO-Weltkulturerbe!

Die UNESCO hat beschlossen, die neolithische Siedlung Çatalhöyük in Süd-Anatolien in ihre Weltkulturerbeliste aufzunehmen. Sie gilt als ein wichtiges Beispiel für die Übergangszeit, in der sich Dörfer in urbane Zentren wandelten.

Wie die UNESCO auf ihrer Website erklärt, zeige Çatalhöyük, das in den späten 1950er Jahren entdeckt wurde, 18 Phasen jungsteinzeitlicher Inbesitznahme und außerdem verschiedene kulturelle Praktiken aus dem Chalkolithikum. Mit der Aufnahme von Çatalhöyük in die Weltkulturerbeliste steigt die Anzahl der türkischen Standorte auf insgesamt elf.

Übrigens, Çatalhöyük ist nicht nur eine archäologische Stätte, sondern auch eine beliebte Touristenattraktion. Es gibt gleich mehrere Wandmalereien, Skulpturen und Ornamente,  wie zum Beispiel Armbänder und Halsketten, die von den Besuchern besichtigt werden können (auch andernorts wird sich bemüht, historische Stätten für Touristen attraktiver zu machen – mehr hier).

Als Zeugnis einer reichen Kultur, enthält die Siedlung auch mehrere, sehr dicht beieinander stehende neolithische Häuser mit Dächern, die sowohl als Türen als auch als Fenster fungierten. Es scheint fast so, als ob ihre früheren Bewohner stets durch das Flachdach ins Innere gelangt seien. Der Zugang erfolgte über eine Leiter.

Im Mai des vergangenen Jahres bat das Ministerium für Kultur und Tourismus die UNESCO um die Aufnahme einer ganzen Reihe von historischen und kulturellen Stätten in die Weltkulturerbeliste (auch die Welttourismusorganisation hat die Türkei um einen Rang nah oben gestuft – mehr hier). Bereits auf der Liste befinden sich der Göreme Nationalpark, die Felsen von Kappadokien, die Große Moschee und Krankenhaus von Divriği, bestimmte historische Bereiche von Istanbul, und die hethitische Hauptstadt Hattuscha.

Hier geht’s zur gesamten Liste.

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