Flucht aus Syrien: 85 Militärs retten sich in die Türkei

Die Flucht syrischer Soldaten und Befehlshaber in die benachbarte Türkei geht weiter. Die jüngste „Welle“ setzte am vergangenen Montag ein. Insgesamt bietet die Türkei derzeit gut 35.000 syrischen Flüchtlingen Schutz.

Wie die türkischen Medien derzeit berichten, seien am Montagabend erneut Dutzende Soldaten über die Grenze in die Türkei geflüchtet. Unter ihnen auch ein syrischer General aus einer Artillerie-Division sowie 14 Offiziere. Die meisten Überläufer, so heißt es weiter, hätten in der Provinz Homs gedient bevor sie sich nun dazu entschlossen überzulaufen.

Insgesamt sollen es 85 syrische Soldaten, darunter ein General, ein Oberst, ein Oberstleutnant, vier Majore, sieben Kapitäne, ein Leutnant gewesen sein. Sie kehrten Syrien mitsamt ihren Familien den Rücken. Die gesamte Gruppe, die über Reyhanli im Süden in die Türkei gekommen war, umfasste 293 Personen.

Türkei bietet rund 35.000 syrischen Flüchtlingen Schutz

Noch immer kommen vor allem Frauen und Kinder über die türkisch-syrische Grenze. Die türkischen Behörden überstellen diese in der Regel in die Provinz Şanlıurfa, während die syrischen Militärs und ihre Familien ins Flüchtlingslager Apaydın in der Provinz Hatay gebracht werden.

Derzeit bietet die Türkei gut 35,000 syrischen Bürgerinnen und Bürgern Schutz vor den nunmehr seit 16 Monaten andauernden Unruhen in ihrem Heimatland (Anfang Juni kam es zu einem erneuten Massenansturm – mehr hier). Dennoch wurden die Kontrollen an Übergangspunkten für syrische Flüchtlinge verschärft. Betroffen sind die Dörfer Kusakli, Kavalcik und Bükülmez sowie die Kreisstadt Reyhanli (bereits im Mai hatte der türkische Premier die Solidarität seines Landes gegenüber den Flüchtlingen bekundet – mehr hier).

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