NATO steht hinter der Türkei: „Wir dürfen keinen anonymen Quellen trauen“

Der türkische Jet sei nicht nur in syrischem Hoheitsgebiet abgeschossen worden, sondern die Türkei habe den Vorfall gezielt provoziert - das behaupteten US-Medienberichte. NATO-Generalsekretär Rasmussen appelliert, anonymen Quellen kein Vertrauen zu schenken. Assad verteidigt sich stattdessen, indem er behauptet man habe vermutet, dass es sich um ein israelischen Flugzeug gehandelt habe.

Anders Fogh Rasmussen unterstützt im Falle des durch Syrien abgeschossenen türkischen Jets die Version der Türkei. Er betont, dass sich die NATO dabei auf sichere Quellen beziehe, ganz im Gegensatz zu Medienberichten, die behaupten, die Türkei habe Syrien absichtlich provozieren wollen und den Abschuss selbst herbeigeführt (mehr hier).

Der NATO-Generalsekretär Rasmussen vermied es sich auf Nachfrage türkischer Medien, explizit zum Abschussort des türkischen Jets zu äußern, betonte aber, dass in Betracht der vorliegenden sicheren Quellen, die türkische Schilderung plausibel sei. Während die Türkei behauptet, es sei auf internationalen Gewässern geschehen, betont Syrien immer wieder, das Flugzeug sei in syrischem Hoheitsgebiet abgeschossen worden (mehr hier).

Rasmussen: Abschuss ohne Warnung sei nicht akzeptabel

US-Medien hatten mit Berufung auf anonyme Geheimdienstquellen berichtet, die syrische Version sei korrekt und die Türkei habe testen wollen, wie weit man gehen könne. „Meine Antwort ist kurz. Daraus kann man lernen, dass man sich nicht auf anonyme Quellen stützen soll“, so Rasmussen. Ganz abgesehen davon, wo der Jet nun wirklich abgeschossen wurde, leugnet Syrien nicht, dass es vor dem Abschuss keine Warnung gab. Und genau das sei nicht akzeptabel und widerspreche internationalen Richtlinien, sagte Rasmussen mit Nachdruck.

Assad hätte lieber israelischen Jet abgeschossen

Assad selbst sorgt nun in einem Interview mit der türkischen Tageszeitung Cumhuriyet dafür, dass die US-Berichte noch unglaubwürdiger aussehen. „Das Flugzeug nutzte einen Korridor, den israelische Flugzeuge bereits dreimal zuvor genutzt hatten. Die Soldaten schossen es ab, weil wir es nicht auf unserem Radar gesehen hatten und wir keine Informationen hatten“, so Assad. Er wäre „froh“ gewesen, wenn es sich nicht um ein türkisches, sondern um ein israelisches Flugzeug gehandelt hätte. Die Cumhuriyet macht allerdings keine Angaben darüber, wann und wo das Interview geführt wurde.

Er könne zwar keine Informationen über Inhalte der NATO-Treffen geben, aber er wolle klarstellen, dass die Türkei bisher nicht um eine Truppenentsendung gebeten habe. Stattsdessen müsse man die Türkei für ihre zurückhaltende Reaktion loben.

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