Plagiatsvorwurf: Türkische Autorin Elif Shafak verteidigt Buchcover

Die bekannte türkische Schriftstellerin Elif Shafak hat das Cover ihres neuesten Buches verteidigt. Das Bild des Anstoßes, so stellt sie klar, habe sie bereits Monate bevor sie es als Buchcover verwendete, über Twitter und Facebook verbreitet.

Shafak reagierte mit ihrer schriftlichen Stellungnahme auf Plagiatsvorwürfe, die gegen sie erhoben worden waren. In der Erklärung hob sie hervor, dass sie das Foto einer ungewöhnlichen Kunstinstallation, bestehend aus bunten Regenschirmen, schon mehrmals geteilt hätte (bereits im Sommer 2011 musste sich die Autorin gegen Plagiatsvorwürfe zur Wehr setzen – mehr hier).

Die Bestseller-Autorin erklärte, dass sie das Foto bereits im vergangenen März verbreitet habe, um die „kreative Idee“ dahinter zu loben. Später hätte sie es auch auf der Pinnwand ihres Facebook-Profils gepostet und ihren Freunden und Followern mitgeteilt, dass sie gern mehr Kunstwerke dieser Art in Istanbul sehen würde.

Elif Shafak teilt Photo mit fast einer Million Menschen

„Ich habe dieses inspirierende Foto bereits mit mehr als 600.000 Menschen auf Twitter und mit mehr als 300.000 auf Facebook geteilt“, erkärt Shafak weiter. „Und trotz alledem gibt es Leute, die uns [des Plagiats] beschuldigen, als ob sie etwas völlig Neues entdeckt hätten.“ Das Problem, so fährt die Autorin fort, bestünde nicht in dem Buchcover, das sie sehen würden. Sondern hätte ihre Ursache in einem Schleier, den sie über ihren Augen und Herzen liegen hätten.

Bei dem Cover ihres neuesten Buches mit dem Titel „Şemspare“ soll es sich um die Replik einer Installation der beiden Künstler Rafael Legidos Ibane und Mario Berna Box handeln. Das Coverphoto von Fethi İzan zeigt Dutzende bunte Regenschirme, die über einer Straße in einer alten Gegend von Istanbul hängen und gewisse Ähnlichkeiten in der Idee sind in der Tat nicht zu bestreiten.

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