Türkei: Hacker-Gruppe legt Internetseite des Außenministeriums lahm

Die Hacker-Gruppe RedHack hat ihre Ankündigung wahr gemacht und die Webseite des türkischen Außenministeriums gehacked. Kurzzeitig war auf dieser zu lesen, dass die türkische Regierung in Syrien einen Krieg provoziere. Außerdem wurden Identitäten ausländischer Diplomaten, die in der Türkei tätig sind, veröffentlicht.

Schon am Montag hatte die Hacker-Gruppe RedHack angekündigt, „etwas Großes“ zu veröffentlichen und behauptete die Behörden könnten nichts dagegen tun. So war es dann auch (vor kurzem hatte die Gruppe die Seiten von Milch-Firmen attackiert – mehr hier). Tatsächlich veröffentlichte die Gruppe die Identitäten mehrerer ausländischer Diplomaten, die derzeit in der Türkei tätig sind. Dazu stellten sie die ID-Cards der Diplomaten ins Internet, die ihnen das türkische Außenministerium ausgestellt hatte. Dabei handele es sich nur um einige ausgewählte Personen, die Gruppe hat nach eigenen Angaben noch viel mehr Informationen. Auf ihrer eigenen Webseite erklärte die Gruppe, die Aktion sei dem türkischen und dem syrischen Volk gewidmet. Über Twitter schrieb RedHack dann auch, dass sie die Internetseite des Außenministeriums, public.mfa.gov.tr, mit der Absicht an das Sivas-Massaker (hier) zu erinnern und auf Syrien aufmerksam zu machen gehacked hätten.

Kurzzeitig waren auf der Seite Bilder des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan gemeinsam mit Gaddafi und Assad unter dem Titel „Ministerium für Krieg und Sklaverei, nicht Auswärtige Angelegenheiten“ zu sehen. Darunter schrieben sie die Message: „Wenn ihr so sehr Krieg wollt, dann zieht eure Stiefel an und kämpft. Wir werden nicht für euch sterben, nur weil ihr von der Mehrheit gewählt wurdet.“

Das Außenministerium erklärte, der Wissenschafts- und Technologieforschungsrat der Türkei (TÜBITAK) sowie Mitarbeiter des Innenministeriums seien derzeit dabei sämtliche Schlupflöcher in der Firewall des Ministeriums zu schließen.

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