UN-Report: Yakuza nutzt Istanbul als Drogenumschlagsplatz

Die Yakuza, Oberbegriff für die mächtigen japanischen kriminellen Organisationen, haben sich laut einem UN-Bericht in Istanbul ausgebreitet, um von dort Drogen, die aus dem Iran kommen, abzuwickeln.

Aufgeführt wurde die Ausbreitung der so genannten „japanischen Mafia“ in der türkischen Metropole im „World Drug Report 2012“ des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) (vgl. hierzu Seite 94 des Berichts). Wie die UNODC darin berichtet, hätten kriminielle iranische Organisationen mit der Herstellung von Methamphetamin begonnen. Im Zuge dessen habe Yakuza nun „Büros“ in Istanbul eingerichtet, um die im Iran produzierten Methamphetamine in die Türkei und anschließend nach Japan zu bringen.

16 % des weltweit beschlagnahmten Heroins in der Türkei

Der Iran führt derzeit die Liste der Länder in Bezug auf die Anzahl der sichergestellten Drogen an. Im Jahr 2012 wurden bereits 27  Tonnen beschlagnahmt. Zum Vergleich: Türkische Polizeibeamte konfiszierten in diesem Jahr bisher 13 Tonnen – aber immerhin 16 Prozent des gesamten Heroin, das dieses Jahr weltweit beschlagnahmt wurde.

Wie der Report weiter ausführt, hätten die strikten Maßnahmen in der Türkei mittlerweile zu einer Reduktion der Drogenschwemme in Richtung Großbritannien geführt (Anfang des Jahres wurden mit einem Schlag 1,3 Tonnen Marihuana sichergestellt – mehr hier). Und noch in einem weiteren Punkt war man erfolgreich: Die Türkei führt inzwischen die Liste der Länder in Bezug auf die höchste Menge von beschlagnahmten Methamphetaminen an. Insgesamt 126 Kilogramm des Stoffes sind konfisziert worden, gefolgt von Schweden mit 124 Kilogramm.

Hier geht es zum „World Drug Report 2012“.

Mehr zum Thema:

Drogenhandel: Türkische Sängerin Deniz Seki zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt
Flughafen Istanbul: Mann mit 2,5 Millionen Dollar Bargeld geschnappt
Erdoğan: „Wir wollen eine religiöse Generation heranziehen”


Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.