Kommentar zum Beschneidungsurteil

Das Landgericht in Köln hat ein wegweisendes Urteil gefällt. Nun heulen all jene auf die ihre eigenen Ideale dadurch verloren gehen sehen, welche ihnen anscheinend wichtiger sind als das Selbstbestimmungsrecht ihrer und anderer Kinder.

Ganz gleich ob Beschneidung oder Taufe, beides sind frühzeitige Bindungen von unwissenden Kleinkindern an eine Religionsgemeinschaft, ohne deren Einverständnis. Und genau das ist der Grund warum jetzt bestimmte Personen gegen das Urteil Sturm laufen: Ihnen geht es nicht um die Religionsfreiheit, vielmehr haben sie Angst dass ihnen die künftigen Mitglieder ihrer Religionsgemeinschaft verloren gehen!

Das bedeutet natürlich für die Religionsführer weniger Macht. Baby´s schon an eine Religion zu binden ist genau so absurd als wenn man diese auch schon möglichst auf alle Ewigkeit an die politische Partei ihrer Eltern binden würde!
Jeder sollte das Recht haben selbst zu entscheiden wozu er sich bekennen möchte, und dies auch ohne vorher schon für eine bestimmte Religion zurecht geschnitten worden zu sein. Genau so sollte er ein Recht darauf haben selbst entscheiden zu können wie er lebt und seine spätere Sexualität erlebt, ob mit ohne ohne Vorhaut.

Vor einigen Jahrhunderten waren andere Blut- und sogar Menschenopfer weit verbreitet und es war eine Tradition mit Selbstverständlichkeit und fast alle waren davon überzeugt dass die Götter dies so wollten.
Als dann irgend wann die ersten neuzeitlichen Verfechter kamen die ihnen erzählten dass das was sie tun nicht gut sei, war die Gegenwehr wohl ähnlich heftig wie jetzt das Geschrei all jener die wieder glauben Gottesbefehle erhalten zu haben und diese ausführen zu müssen.

In einigen Generationen werden die Nachfahren er heutigen Zwangsbeschneidungsbefürworter froh darüber sein dass dieser brutale Brauch abgeschafft wurde und sie werden mit Entsetzen daran denken was ihre Vorfahren für menschenverachtende Bräuche zelebrierten. Wir können froh darüber sein in Deutschland solch ein zukunftsweisendes Urteil erreicht zu haben. Andere werden folgen, bzw. sind schon auf dem Weg dahin, denn wir entwickeln uns (fast) alle ständig weiter.

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