D-Marin Turgutreis International Classical Music Festival: Bodrum wird Bühne internationaler Klassik-Stars

Das türkische Ferienparadies Bodrum wird in der Zeit vom 14. bis 18. Juli zu einem Dreh- und Angelpunkt für Freunde klassischer Musik. Im Rahmen des achten D-Marin Turgutreis International Classical Music Festival treffen sich hier lokale wie internationale Größen der Klassikszene.

Türkischen und ausländischen Musikern beim Sonnenuntergang lauschen und die Einnahmen dann an einen guten Zweck spenden: Das D-Marin Turgutreis International Classical Music Festival überzeugt sein Publikum seit 2005 nicht mit einem atemberaubenden Konzertsaal oder exklusiven Veranstaltungen für einen außerwählten Kreis, dafür aber mit jeder Menge Charme. Dabei ist das Ambiente in der Marina von Bodrum genauso einmalig wie die Atmosphäre unter den Gästen. Denn hier herrscht die Gewissheit: Jeder ist willkommen.

Festivaleinnahmen gehen an hiesige Stiftungen

Wie Tahsin Arslan, Direktor des Presidential Symphony Orchestra Ankara, gegenüber der Nachrichtenagentur Anatolia erklärt, sei das Musikfestival entstanden, um die klassische Musikszene der Türkei weiter zu entwickeln und heimische wie ausländische Touristen in Bodrum, eine der beliebtesten touristischen Destinationen der Türkei, zusammen zu bringen. Alle Festivaleinnahmen würden an die Tohum Autismus-Stiftung sowie an die Bodrumer Gesundheitsstiftung gehen.

Das Eröffnungskonzert in diesem Jahr bestreitet das Presidential Symphony Orchestra unter der Leitung von David Gimenes gemeinsam mit Star-Tenor Jose Carreras. Ebenfalls mit dabei ist die im Ausland lebende Sopranistin Simge Büyükedes. Der künstlerische Leiter des Festivals ist, so fährt Arslan fort, Yücel Canyaran. Unter seiner Ägide träfen sich in diesem Sommer die führenden Persönlichkeiten der klassischen Musik. „Das Repertoire des Festivals ist sehr abwechslungsreich und wird eine Vielzahl von Künstlern in Bodrum willkommen heißen.“ (Erst vor einigen Monaten war das Mannheimer Ensemble in Istanbul zu Gast – mehr hier)

Insgesamt stehen sieben Veranstaltungen im Rahmen der Reihen „Sunset Recitals“ und „Night Concerts“ an. Das erste Konzert zum Sonnenuntergang werden der türkische Pianist Gülru Ensari und die deutsche Cellistin Mirijam Contzen bestreiten. „Während des zweiten Konzerts, das im Zeichen an die verstorbene türkische Sopranistin Leyla Gencer steht, betritt die Zweitplatzierte des Leyla Gencer Gesangswettbewerbs 2012, Anna Lapkovskaja, die Bühne. Begleitet wird sie vom Pianisten Tamas Kery. Daneben werden der Violinist Sevil Ulucan und der aserbaidschanische Pianist Gülnare Şekinskaya die Weltpremiere von ‚Gün Batımı‘ aus der Feder des Komponisten Oğuzhan Balcı zur Aufführung bringen.“

Fazıl Say bringt „Mesopotamia Symphony“ zu Gehör

Eine ganz andere Atmosphäre verspricht das Konzert von Yuri Bashmet an der Viola. „Der Virtuose Bashmet und die Violinistin Alena Baeva geben klassische Stücke von Mozart, Tchaikovsky, Grieg, Paganini und anderen zum Besten. In der dritten Festivalnacht wird dann das Kinder-Symphonieorchester von Doğuş den Flamencokünstler und Gitarissten Jose Maria Galardo Del Rey und die Antonio Marquez Tanzkompanie begleiten. Die von Gallardo Del Rey und Antonio Marquez gegründete Kompanie wird einen Hauch von Flamenco über Bodrum wehen lassen“, freut sich Arslan schon jetzt. Zum Abschluss des Festivalreigens winkt dann ein besonderes Highlihgt. Der türkische Star-Komponist Fazıl Say wird seine „Mesopotamia Symphony“ gemeinsam mit dem Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra unter dem Dirigat von Gürer Aykal zur Aufführung bringen (die Uraufführung fand erst Ende Juni statt – mehr hier).

The D-Marin Turgutreis International Classical Music Festival, das 2012 während der Donizetti Classical Music Awards zum Classical Music Event of the Year ernannt wurde, erfreut sich seit seiner Premiere zunehmender Beliebtheit. Kamen im ersten Jahr bereits 7,000 Gäste zu den Konzerten, waren es im zweiten schon 12,000, 13,500 im dritten, 14,100 im vierten und 15,000 im Jahr 2009, als es auch von der European Festivals Association (EFA) anerkannt wurde. Doch das Ende der Fahnenstange war noch nicht erreicht. Sowohl im sechsten als auch im siebten Jahr konnten die Organisatoren mehr als 17.000 Menschen begrüßen. Weiteres Wachstum unbedingt erwünscht.

Hier geht es zum vollständigen Programm.

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