Yıldırım Önal Memorial Award: Türkische Schauspielerin Işık Yenersu wird auf Altın Portakal Film Festival ausgezeichnet

Die türkische Theater-und Filmschauspielerin Işık Yenersu wird auf dem diesjährigen internationalen Filmfestival Altın Portakal (Golden Orange) den Yıldırım Önal Memorial Award erhalten. Das gaben die Organisatoren des ältesten Filmestivals der Türkei bekannt.

Yenersu, so heißt es in einer Pressemitteilung der Antalya Stiftung für Kultur und Kunst (AKSAV), die das Festival in Zusammenarbeit mit der Gemeinde organisiert, werde die Auszeichnung in einer speziellen Zeremonie während des 49. Altın Portakal Filmfestivals, das vom 6. bis zum 12. Oktober in Antalya stattfindet, überreicht bekommen.

Seit 1999 wird der so genannte Yıldırım Önal Memorial Award verliehen. Benannt ist er nach dem verstorbenen türkischen Theater- und Filmschauspieler Önal. Dieser musste auf Grund finanzieller Probleme am Ende seiner Karriere seine Goldene Orange Statuett, die er im Jahr 1973 für seine Nebenrolle in „Dinmeyen Sızı“ gewann, versetzen. Önal, der am 10. Oktober 1982 im Alter von nur 51 Jahren während seiner Tour in İzmir verstarb, war nie in der Lage seine Statue zurück zu kaufen. Jahre nach seinem Tod übergab der Sohn des damaligen Pfandleihers die Auszeichnung an die Organisatoren des Altın Portakal Filmfestivals. Nun wird sie jedes Jahr an einen Veteranen des türkischen Kinos verliehen (in Trabzon soll das Hollywood der Türkei entstehen – mehr hier).

In einer schriftlichen Stellungnahme bedankte sich Yenersu am vergangenen Mittwoch bei den Organisatoren für die Ehre, die ihr im kommenden Herbst zuteil werden soll. Darin erklärt sie, dass „es wohl keine andere Schauspielerin gibt, die glücklicher als sie über den Erhalt des Yıldırım Önal Awards sein könnte“.

Die früher Schauspielerin an türkischen Staatstheatern war, war in den ersten Jahren ihrer Karriere in gefeierten Theater-und Filmproduktionen von Önal zu sehen. Außerdem spielte sie in mehr als einem Dutzend Filmen (der türkische Film „Fetih 1453“ hat vor einiger Zeit sogar die US-Kinos erobert – mehr hier). Zuletzt 2010 im Horrorfilm „Ses“. Die 70-Jährige fügte in ihrer Erklärung hinzu, dass sie dankbar für „all die unbezahlbaren Gesetze des Theaters“ sei, die sie Önal gelehrt hätte. Vor diesem verneige sie sich in respektvoller Erinnerung.

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