Erdoğan: Das Assad-Regime begeht „Genozid“

Das Massaker von Tremseh bei dem in der vergangenen Woche zwischen 100 und 250 Menschen getötet worden sein sollen, hat die internationale Gemeinschaft noch einmal erschüttert. Erdoğan ist sich sicher, dass das Assad-Regime für die vielen Opfer verantwortlich ist und beschuldigt Assad des versuchten Genozids an seinem Volk.

Recep Tayyip Erdoğan nennt das blutige Massaker der vergangenen Woche in Tremseh einen versuchten „Genozid“ des Assad-Regimes. Mehr als 100 Menschen, andere Quellen sprechen von 250, wurden in dem Ort in der Provinz Hama getötet. Die Regierung und die Oppositionellen beschuldigen sich gegenseitig. Die Türkei ist sich sicher, dass das Assad-Regime für die Massaker verantwortlich ist. Die Gewalttaten seien Anzeichen dafür, dass das Regime dabei sei, unterzugehen, so Erdoğan bei einer Sitzung seiner Partei am Samstag. Der Sturz Assads sei nah. Doch das behaupten Außenstehende schon seit Monaten. Bislang hält sich Assad weiterhin an der Spitze Syriens, ohne den Anschein zu machen, sich überhaupt vor einem Sturz zu fürchten oder einen Rücktritt in Betracht zu ziehen (mehr hier).

„Früher oder später werden diese blutrünstigen, bösartigen Menschen einen Preis zahlen müssen“, erklärte Erdoğan. Je länger das dauert, desto größer ist das Leiden der Bevölkerung. Während Erdoğan noch vor einiger Zeit einer der engsten Verbündeten Assads war, ist er nun einer seiner größten Gegner (den Einfluss auf Assad hat die Türkei komplett verloren – mehr hier). Außenminister Ahmet Davutoğlu erklärte dazu, man habe derzeit Probleme mit Syrien, weil die Türkei keine Probleme mit dem Syrien der Post-Assad-Ära haben wolle.

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