Die Rache der RedHack: Türkische Hacker geben Identitäten von Polizeiinformanten preis

Die türkische Hacker-Gruppe RedHack hat damit begonnen, die Identitäten von Polizeiinformanten zu veröffentlichen. Zuvor waren Journalisten und Akademiker bedroht worden, die die Gruppe offen unterstützten.

Der ultra-nationalistische Hacker-Gruppe „Akıncılar“ (Räuber), die Mitglieder der RedHack-Gruppe als „Verräter“ bezeichnete, hatte zuvor Informationen über Wissenschaftler und Journalisten veröffentlicht, die RedHack unterstützen und damit gedroht, Online-Attacken gegen sie auszuführen.

RedHack reagierte darauf hin mit der Veröffentlichung der vollen Identität einiger Polizeiinformanten, die sie im Laufe der Zeit erhalten hatten. Die Gruppe, so heißt es in den türkischen Medien, habe nun an diesem Montag um kurz nach halb ein Uhr morgens mit dem Hochladen zahlreicher .txt Dokumente begonnen. Allein das erste war 77 Megabyte groß. „Diejenigen, die die Identität von Wissenschaftlern und Journalisten, die uns unterstützten, offenbaren, sollte durch uns die gleiche Behandlung widerfahren“, zitieren die türkischen Medien derzeit RedHack.

RedHack hatte Rache im Vorfeld angekündigt

Erst vor kurzem forderte ein Staatsanwalt RedHack künftig als „terroristische Organisation“ zu betrachten (so könne sich der Kurs der Untersuchungen ändern – mehr hier). Zuvor hatte die Gruppe am 3. Juli die Seite des türkischen Außenministeriums lahm gelegt. Dabei hatte RedHack zum „Gedenken an den 19. Jahrestag der Massaker in Sivas“ und wegen der „Einmischung der türkische Regierung in Syrien“ die Identitäten aller ausländischen diplomatischen Mitarbeiter offengelegt (zuvor griff die Gruppierung Seiten von türkischen Milch-Erzeugern an – mehr hier). Türkische Behörden schlossen darauf hin den Twitter-Account der Gruppe mit mehr als 40.000 Followern.

Gegner von RedHack eröffneten im Zuge dessen einen Blog namens redhackgercekleri.blogspot.com, auf dem Akademiker und Journalisten, die die Gruppe unterstützen, bedroht wurden. RedHack hatte darauf hin angekündigt, die Identitäten derjenigen preiszugeben, die die Polizei mit Informationen versorgen als auch diejenigen bloßzustellen, die ihre Unterstützer angingen.

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