Erdoğan: Letzte Kandidatur für den AKP-Vorsitz im September

Der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan hat angekündigt, dass er auf dem nächsten Parteitag der AKP am 30. September letztmals für den Parteivorsitz kandidieren werde. Seine Partei, so kündigte er an, wolle auch künftig maßgeblich die Zukunft des Landes gestalten.

„Ich werde auf dem AKP-Parteitag am 30. September in Ankara das vierte und letzte Mal für den AKP-Vorsitz kandidieren. Das habe ich in der Vergangenheit versprochen“, so Erdoğan zu den Anwesenden eines AKP-Provinz-Kongresses in Eskişehir (erst vor kurzem traf er sich mit der unabhängigen pro-kurdischen Abgeordneten von Diyarbakır Leyla Zana – mehr hier).

Die Statuten der AKP erlauben nicht, dass eine Person mehr als vier Mal den Parteivorsitz übernimmt. Es wird zudem erwartet, dass Erdoğan, nachdem er sich aus der Parteiführung verabschiedet hat, als türkischer Präsident kandidieren wird. Laut Erdoğan werde die Partei auch weiterhin an ihrer Selbsterneuerung arbeiten und alljene enttäuschen, die auf einen innerparteilichen Kampf um die Führung hoffen. „Es wird innerhalb der AKP keinen Kampf um die Führungsspitze oder andere höhere Positionen geben. Es gibt einige Leute, die darauf spekulieren. Die sollten nicht ihre Zeit verschwenden. Ihre Träume werden sich nie verwirklichen. Freundschaft, Solidarität und Brüderlichkeit werden siegen“, stellt er entschieden klar (bei den Olympischen Spielen in London ist er Ehrengast – mehr hier).

Erdoğan will der AKP in jeglicher Position verbunden bleiben

Erdoğan fuhr fort, dass er immer stolz darauf gewesen sei, der AKP zu dienen. „Ich war immer stolz, ein Mitglied und im Dienste dieser Partei zu stehen. Das werde ich auch weiterhin tun, ganz gleich, welche Position man für mich bereithält. Wir sollten arbeiten, um den Leuten zu zeigen, dass Politik vertrauenswürdig ist und dafür gemacht ist, dem Volk zu dienen. Dies ist, was wir bisher getan haben, und es ist das, was wir auch weiterhin tun werden.“

Der Premier kommentierte während der Veranstaltung auch sein Angebot an die HAS-Partei sich mit der AKP zusammen zu tun. Er stellte heraus, dass der Partei nach wie vor alle politischen Türen offen stünden. „Die AKP ist die Partei aller Menschen. Jeder hat seinen Platz unter dem Dach der AKP. Jeder Bürger ist ein natürliches Mitglied unserer Partei. Jeder in der AKP hat die Pflicht [den Menschen zu dienen].“ Bisher hat die HAS noch nicht auf das Angebot einer Fusion reagiert. Doch es gibt Gerüchte, wonach sie sich schon in den nächsten Wochen einverstanden erklären.

Zukunft der AKP: Florierende Wirtschaft, friedliche Regionen

Laut dem Premierminister werde die AKP auch weiterhin daran arbeiten, die Türkei zu einem besseren Ort gerade für jüngere Generationen zu machen. Gerade ihr gegenüber habe man eine große Verantwortung. Coups würden nicht länger eine Gefahr darstellen und auch die Demokratie würde nicht abgeschafft. Rechte und Freiheiten würden demanch nicht rückgängig gemacht werden, und die Wirtschaft werde, nach den Zielvorstellungen der AKP, nicht schrumpfen. Die Botschaften des Friedens und der Solidarität würden hingegen stärker werden und auch andere Kontinente erreichen. Alle 81 Provinzen der Türkei, so der Premier weiter, würden gedeihen. Der Norden, Süden, Osten und Westen des Landes würden in Brüderlichkeit existieren.

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